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16-Jährige in der Regionalbahn sexuell belästigt

Erfurt. Gestern Nachmittag ist eine 16-Jährige von einem bislang unbekannten Täter in einer Regionalbahn sexuell belästigt worden. Die junge Frau war mit dem Zug von Apolda nach Erfurt gefahren. Beim Zug handelt es sich um die Regionalbahn 74622 mit Abfahrt um 15:30 Uhr in Apolda und Ankunft um 15:58 Uhr in Erfurt.

Bereits auf dem Bahnsteig in Apolda war der Geschädigten der Mann aufgefallen. Die junge Frau setzte sich in den hinteren Teil des Zuges. Dorthin folgte ihr der Mann und wählte den Platz direkt neben ihr. Während der Fahrt stellte er sich schlafend und rückte immer näher an sie heran. Dabei legte er ihr mehrfach die Hand aufs Bein und fasste der jungen Frau in den Schritt. Die 16-Jährige schob die Hand des Mannes immer wieder fort, traute sich aber nicht zu gehen. Bei Ankunft des Zuges in Erfurt stand der Mann auf und gab ihr unaufgefordert einen Kuss auf die Wange. Sie stieg erst aus, als er weg war und ging zur Dienststelle der Bundespolizei nahe des Erfurter Hauptbahnhofes um Anzeige zu erstatten.

Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte der Täter nicht gestellt werden. Bei diesem handelt es sich um einen circa 170 Zentimeter großen, zwischen 30 und 40 Jahre alten Mann mit leichtem Bauchansatz, der mit arabischen Akzent gesprochen haben soll. Er hat dunkle Haare, einen kleinen Unterlippenbart, auch seine Haut ist von dunklem Teint. Auffällig sollen seine langen Wimpern sein. Bekleidet war er mit einer hellen beige-farbenen Hose, einem weißen Pulli mit dunklem dünnen Querstreifen sowie einem blauen Jackett. Außerdem hatte er einen quadratischen Rucksack dabei, mit einem roten Skorpion als Aufnäher.

Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung eingeleitet. Zur Ergreifung des Täters sowie zur Aufklärung der Tat bittet die Behörde um Mithilfe. Sachdienliche Hinweise zur Identität des bislang unbekannten Täters sowie Hinweise zur Tat nimmt die Bundespolizeiinspektion Erfurt unter der Rufnummer + 49 (0) 361 65983 0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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Granate auf Feld bei Göttern (SHK) gefunden

Foto: Polizei Jena

Jena. Bei Göttern im Saale-Holzland-Kreis wurde heute Vormittag durch Mitarbeiter einer Agrargenossenschaft an einem Feldweg ein etwa 30 cm langer verwitterter Gegenstand gefunden, der den Verdacht auf Munition hervorrief.

Ein Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes identifizierte ihn als Sprenggranate amerikanischer Bauart aus dem 2. Weltkrieg. Sie wurde geborgen und ohne Probleme abtransportiert.

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Anmeldung an weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2019/2020 in Jena

Jena. Die Schulanmeldungen an den weiterführenden Schulen für die zukünftigen Fünftklässler der Stadt Jena finden in den kommenden Wochen statt.

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Anmeldezeiten:

  • Carl-Zeiss-Gymnasium (nur nach Terminvereinbarung unter 03641/826856) 19.02.2019 bis 22.02.2019
  • Gymnasien, Gesamtschulen und Gemeinschaftsschulen 04.03.2019 bis 08.03.2019

Alle Schüler der derzeitigen 4. Klassen mit Hauptwohnsitz in Jena haben in den letzten Wochen per Post ein Schulanmeldeformular erhalten. Dieses ist bei der Anmeldung an der Wunschschule abzugeben. Mit der Anmeldung kann kein Rechtsanspruch auf Aufnahme in diese Schule abgeleitet werden.

Bei der Anmeldung an einem Gymnasium sowie einer Gemeinschaftsschule ist unbedingt das Halbjahreszeugnis bzw. die Empfehlung für den Bildungsgang Gymnasium mitzubringen. Für Schüler ohne Empfehlung findet Probeunterricht statt. Informationen zum Probeunterricht erhalten Eltern bei der Anmeldung und auf der Internetseite des Staatlichen Schulamtes Ostthüringen in Gera.

Schüler, die nicht mit Hauptwohnsitz in Jena gemeldet sind, müssen grundsätzlich eine Interessenbekundung bei der Wunschschule einreichen. Die Formulare sind in den Jenaer Schulen erhältlich und auch auf www.jena.de (Link unten) zu finden. Schüler aus der Stadt Jena werden vorrangig berücksichtigt.

Derzeitige Gäste einer Jenaer Gemeinschaftsschule in Klasse 4 können mit Antragstellung an dieser verbleiben.

Weitere Informationen zu den „Tagen der offenen Tür“ an den Jenaer Schulen sowie zu den Anmeldezeiten finden Sie auf der Internetseite der jeweiligen Schule.

Für Rückfragen steht Herr Ehrenberg, Schulverwaltung der Stadt Jena, unter der Rufnummer 03641 / 492600 zur Verfügung.

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Wieder Angriff auf Straßenbahn in Jena

Jena. Am Sonntagabend gegen 20:30 Uhr kam es zur Beschädigung der Scheibe einer Straßenbahn der Linie 1, Richtung Lobeda-West, als diese sich auf Höhe des Volksbades befand. Der Schaden an der Scheibe liegt bei 3.000 Euro.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um weitere Hinweise. Wer hat als Fahrgast aus dem Inneren der Straßenbahn verdächtige Personen bemerkt? Wer hat im Bereich des Volksbades Personen gesehen, die mit der Beschädigung zu tun haben könnten? Hinweise erbeten an die Polizei Jena unter der Rufnr 03641-810 bzw. per e-mail an: KPI.Jena@polizei.thueringen.de

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Berater der Bundespolizei im Berufsinformationszentrum Jena

Jena. Am Donnerstag, den 21. Februar 2019, sind die Einstellungsberater der Bundespolizei im Berufsinformationszentrum Jena, Stadtrodaer Straße 1. In der Zeit von 14:00 bis 18:00 Uhr bieten die Beamten Beratungsgespräche an. Hier können sich Interessierte u.a. einen Überblick über die Voraussetzungen des Berufes eines Bundespolizisten/einer Bundespolizistin verschaffen. Die Bundespolizei bietet sowohl Berufseinsteigern als auch Fachkräften interessante Möglichkeiten in unterschiedlichen Berufen. Derzeit beschäftigt die Behörde bundesweit über 45.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Interessierte zeigen ihre Teilnahme bitte vorab unter der Rufnummer 0361 65983 541 an und melden sich beim Eintreffen im Berufsinformationszentrum an der Infothek.

Hintergrundinformationen: Die Einstellungsberater informieren über die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeitsfelder der Behörde, erläutern die allgemeinen Voraussetzungen für die Eignungsauswahlverfahren, den Ausbildungs- und Studienverlauf sowie die Möglichkeiten der späteren Verwendung nach den erfolgreichen Abschlüssen und bieten Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Interessenten eine fundierte Einstellungsberatung an.

So besteht im mittleren Polizeivollzugsdienst neben dem Kontroll- und Streifendienst auch die Möglichkeit, sich durch Berufserfahrung und Spezialisierung für verschiedene Aufgabenbereiche der Bundespolizei zu qualifizieren. Voraussetzung hierfür ist ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung.

Der gehobene Polizeivollzugsdienst umfasst die praktische Polizeiarbeit, Sachbearbeitung, Lehrtätigkeiten sowie Führungsaufgaben. Er setzt sich aus Bewerberinnen und Bewerbern mit Abitur bzw. Fachhochschulreife zusammen.

Der höhere Polizeivollzugsdienst umfasst im Wesentlichen praktische und strategische Führungsaufgaben in den Dienststellen und Behörden der Bundespolizei. Er setzt sich aus Bewerberinnen und Bewerbern mit zweiter Staatsprüfung, mit Masterstudium oder vergleichbarer Qualifikation sowie Beamtinnen und Beamten aus Aufstiegsverfahren zusammen.

Mit der Nachwuchskampagne “Mit Sicherheit vielfältig” werden junge Menschen auch gezielt im Internet angesprochen. Detaillierte Informationen zu Einstellungsvoraussetzungen und Werdegang bei der Bundespolizei – insbesondere für Polizeivollzugsbeamte – finden sich dabei auf www.komm-zur-bundespolizei.de.

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Hausfassaden in Jena-Süd beschmiert

Jena. Die Beamten des Inspektionsdienstes Jena kontrollierten am Samstagmorgen gegen 04:30 Uhr einen jungen Mann im Bereich Am Planetarium. Im Rahmen der Identitätsfeststellung wurde bei dem 22-jährigen ein Plastiktütchen mit Marihuana aufgefunden. Weiterhin hatte der Mann einen Joint einstecken.

Die Betäubungsmittel wurden sichergestellt und ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Fensterscheibe mit Bierflasche eingeworfen

Am Freitagabend gegen 20:10 Uhr wurden Zeugen im Bereich Nollendorfer Hof auf dem Gelände des Jenaer Nahverkehrs durch ein lautes Klirrgeräusch auf zwei Personen aufmerksam. Die Männer hatten mit einer Bierflasche die Fensterscheibe des dort ansässigen Reifenservice eingeschlagen und flüchteten schließlich in Richtung Camburger Straße.

Einer der Männer soll einen Irokesenhaarschnitt und einen roten Pullover getragen haben. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 1.500 Euro. Die Polizei Jena sucht dringend Zeugen zum Sachverhalt.

Mehrere Hausfassaden mit Graffiti besprüht

Im Tatzeitraum von Freitagabend bis Samstagmorgen wurden durch unbekannte Täter mehrere Hausfassaden im Bereich Mittelstraße, Okenstraße, Kefersteinstraße und Otto-Schott-Straße besprüht. Es handelt sich um pinkfarbene Schriftzüge mit verschiedenen Wortlauten.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 5.000 Euro. Es werden Zeugen zum Sachverhalt gesucht!

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FC Carl Zeiss Jena verliert gegen FSV Zwickau

Zwickau/Jena. Der FC Carl Zeiss Jena verliert beim FSV Zwickau mit 0:2 (0:1) und geht nach zuletzt fünf Spielen in Folge ohne Niederlage erstmals leer aus.

FCC-Trainer Lukas Kwasniok vertraute auch in Westsachsen im Grunde der gleichen Formation wie zuletzt im Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Eine Veränderung indes gab es mit Marius Grösch, der für Dennis Slamar den zweiten Innenverteidiger neben Dominic Volkmer gab. Wie auch in den letzten Wochen musste die Zeiss-Elf auf Julian Günther-Schmidt verzichten, der aufgrund seiner Leistenprobleme wiederholt keine Option für Jenas Cheftrainer sein konnte.

Der FSV Zwickau begann so, wie man ihn auch mit den Erfahrungen der letzten Jahre erwarten durfte: Robust, mit langen Bällen Zielspieler König suchend und auf zweite Bälle gehend. Die Hausherren begannen engagiert und kontrollierten von Beginn an die Partie. Die erste nennenswerte Chance der Hausherren resultierte aus einer Flanke des Ex-Jenaers Nils Miatke, die Lion Lauberbach auf den kurzen Pfosten köpfte. Doch FCC-Keeper Raphael Koczor war rechtzeitig zur Stelle (19.). Kurz darauf dann die beste Gelegenheit der Jenaer Mannschaft durch Kapitän René Eckardt, der mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze einen an diesem Tag starken Brinkies zur Glanztat zwang (21.). Es sollte der Jenaer Höhepunkt der Angriffsbemühungen einer in den ersten 45 Minuten insgesamt zu mutlos agierenden Zeiss-Elf sein.

Nach einer knappen halben Stunde verlor der FCC in der Vorwärtsbewegung den Ball und war für einen Moment unsortiert, was der aufgerückte FSV-Kapitän Toni Wachsmuth um ein Haar per Direktabnahme bestraft hätte. Doch sein straffer Rechtsschuss ging knapp am langen Pfosten vorbei (29.). Zwickau erhöhte den Druck und kam zu vielen, teilweise auch durchaus diskussionswürdigen Standards, die bis dato der FCC ordentlich verteidigt hatte. Doch nach einem Miatke-Freistoß klingelte es dann doch im Jenaer Kasten, als Davy Frick die Kugel per Kopfballaufsetzer in die Maschen bugsierte (35.). Dominik Bock prüfte kurz nach der Zwickauer Führung Brinkies, der mit starker Fußabwehr zur Stelle war (39.), doch insgesamt war es von Jenaer Seite einfach zu wenig im ersten Durchgang.

Seiner Enttäuschung über die erste Halbzeit dürfte Lukas Kwasniok in der Pause deutlichen Ausdruck verliehen haben. Zwar blieb es zunächst personell wie gehabt, doch war das Auftreten insgesamt nun deutlich besser als im ersten Durchgang. So sollte es dem FCC über weite Strecken gelingen, das Spiel offen zu gestalten und Phasen zu kreieren, in denen der FCC besser als der Gastgeber war. Der FCC war nun druckvoller, auch wenn es zunächst nicht gelang, dies in nennenswerte Chancen umzumünzen. Zwickaus Ronny König war es, der dann die durchaus turbulenten letzten 20 Minuten einläutete. Doch sein Schuss, nachdem er sich in den Strafraum getankt hatte, ging deutlich über den Kasten (69.). Nach 75 Minuten kam Phillip Tietz ins Spiel, der in der Hinrundenbegegnung zum Matchwinner wurde. Und um Haaresbreite wäre ihm dies auch in Zwickau geglückt. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung schloss er einen wunderbaren Ball Manfred Starkes in die Tiefe gekonnt ab. Doch FSV-Schlussmann Brinkies bekam noch seine Fingerspitzen an den Ball, der an den Innenpfosten klatschte und von dort direkt in die Fänge des Torhüters flog. In dieser Phase war der FCC dem Ausgleich näher als der FSV einem 2:0 – und dennoch fiel es in der 83. Minute, als der ebenfalls kurz zuvor eingewechselte Tarsis Bonga aus halbrechter Position abzog. Der abgefälschte Ball tunnelte dabei Jenas Raphael Koczor, und die Kugel trudelte trotz Klärungsversuchs von Raphael Koczor und Marius Grösch zum 2:0 ins lange Eck. Der FCC mühte sich um den Anschlusstrefer, doch auch den Kracher aus der Distanz von Pierre Fassnacht entschärfte Zwickaus Brinkies mit einer sehenswerten Flugparade. So blieb es am Ende bei einer nicht nur für die mitgereisten mehr als 1.000 Zeiss-Fans unter den 6.795 Zuschauern bei einer unter dem Strich verdienten und gleichermaßen schmerzlichen Niederlage.

Trainerstimmen

Lukas Kwasniok (FCC): “Ich bin heute ziemlich enttäuscht. In der ersten Halbzeit haben wir in keine Phase zu unserem Spiel gefunden. Mit der Leistung nach der Pause bin ich zufriedener. Die Reaktion meiner Mannschaft war in Ordnung, allerdings gibt es viele Dinge zu verbessern. Wir müssen uns jetzt strecken, dass uns die Konkurrenz nicht enteilt.”

Joe Enochs (FSV): “Wir haben heute das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Zunächst fehlten allerdings die großen Torchancen. Das Tor fiel dann nach einem Standard. Trotzdem war es ein enges Spiel. Nach der Pause kam Jena besser in die Partie, wir wollten da nicht zu passiv werden. Nach der dicken Chance von Tietz wurde mein Team wieder wach. Beim 2:0 hatte Bonga dann etwas Glück. Damit war der Sieg in Sack und Tüten.”

Mannschaftsaufstellungen

FCC: Koczor – Fassnacht, Volkmer, Grösch, Fl. Brügmann (88. Schau) – Bock (84. Fe. Brügmann), Kübler, Eckardt (C), Eismann (74. Tietz) – Wolfram, Starke

FSV: Brinkies – Wachsmuth, Antonitsch, Gaul – Frick, Reinhardt – Schröter, Könnecke (80. Bonga), Miatke (85. Kartalis) – König, Lauberbach (72. Hoffmann)

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Jenaer Kita „Pi mal Daumen“ erhält 500 Euro für Ernährungsprojekt

Kita-Leiterin Heike Paatsch (links) freut sich über die Unterstützung von BARMER-Mitarbeiterin Maria Alletsee. Foto: BARMER

Jena. Die Kindertagesstätte „Pi mal Daumen“ hat neuerdings eine ausgebildete Genussbotschafterin mit deren Wissen die Kinder lernen, sich vielseitig und gesund zu ernähren. Die Erzieherin der Kita hat sich in einem Seminar der gemeinsamen Initiative „Ich kann kochen!“ von Sarah Wiener Stiftung und BARMER zur Genussbotschafterin qualifiziert. Um mit den Kindern Ernährungskurse zu veranstalten, erhält die Kita „Pi mal Daumen“ nun außerdem 500 Euro Unterstützung von der BARMER.

„Immer weniger Kinder lernen, wie sie sich gesund und ausgewogen ernähren. Wir möchten Kitas und Grundschulen mit der Initiative ‚Ich kann kochen!‘ ermuntern, selbst aktiv zu werden und dem entgegenzuwirken“, sagt Maria Alletsee, Mitarbeiterin der BARMER in Jena. Der Initiative „Ich kann kochen“ geht es darum, mit den Mädchen und Jungen zu kochen und dabei Ernährungswissen und Küchentechniken zu vermitteln. Ziel des Ganzen ist, den Kindern die Freude an gesunder Ernährung zu vermitteln und sie dauerhaft dafür zu begeistern.

„Ich kann kochen!“ ist die größte bundesweite Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern. Sie wird gemeinsam von der BARMER und der Sarah Wiener Stiftung umgesetzt. Dafür werden pädagogische Fach- und Lehrkräfte qualifiziert, mit Kindern in ihren Einrichtungen zu kochen, dabei wichtiges Ernährungswissen zu vermitteln und somit wirkungsvoll die Gesundheit der Kinder zu stärken.

Mit der Anschubförderung sollen die Inhalte von „Ich kann kochen!“ nachhaltig in den Einrichtungen etabliert werden. Schulen und Kitas mit ausgebildeten Genussbotschaftern können einmalig bis zu 500 Euro pro Einrichtung beantragen. Die Mittel sind ausschließlich für den Einkauf von Lebensmitteln bestimmt. Voraussetzung ist, dass ein Mitarbeiter einer Einrichtung an einer „Ich kann kochen!“-Schulung zum Genussbotschafter teilnimmt und ein Projekt mit den Mitteln organisiert. Alle Schulungen sind online einsehbar unter www.ichkannkochen.de/mitmachen.

Ich kann kochen! will in den kommenden Jahren bundesweit 50.000 pädagogische Fach- und Lehrkräfte fortbilden und so mehr als eine Million Kinder erreichen. Die gemeinsame Initiative der BARMER und Sarah-Wiener-Stiftung ist Projektpartner von IN FORM, dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung für gesunde Ernährung und mehr Bewegung in Deutschland.

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SPD-Prüfauftrag für die Vergabe Strom und Gas in Erfurt

SPD-Stadtrat Denny Möller fordert eine stärkere Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Kriterien beim Vergabeverfahren von Strom und Gas

Erfurt. Die nach der Insolvenz der DEG AG notwendig gewordene Anbietersuche für Strom und Gas ab 2020 für die Landeshauptstadt Erfurt, bietet aus Sicht des SPD-Stadtrates Denny Möller die Möglichkeit, auch Vergabekriterien anzupassen.

“Bei solch einer wichtigen Ausschreibung, wie der Vergabe von Strom und Gas für die Landeshauptstadt, müssen mehr Faktoren eine Rolle spielen als lediglich der günstigste Preis”, so SPD-Stadtrat Denny Möller und führt weiter an: “Wir haben hier auch ein Vorbildfunktion.”

Ziel muss es sein den Wirtschaftskreislauf vor Ort in Erfurt zu stärken. Eine soziale Kriterienauswahl gibt den Stadtwerken eine Chance genau in diesem Bereich zu Punkten und so ein Unternehmen zu unterstützen, dass auch ausbildet, tarifgebunden ist und gute Arbeitsbedingungen schafft.

“Vor allem die Tarifbindung soll damit im Sinne der Angestellten unterstützt werden.”, so Denny Möller, der abschließend anfügt:

“Am Ende werden so Unternehmen gestärkt, die sich an soziale Standards halten und auch ihre Gemeinde vor Ort stützen.”

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Ermittlung gegen AWO Thüringen eingestellt

Erfurt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat ihre Ermittlungen gegen Mitarbeiter und Aufsichtsratsmitglieder im Thüringer AWO-Landesverband eingestellt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte MDR THÜRINGEN, dass den elf Beschuldigten die Vorwürfe aus einer anonymen Anzeige nicht nachgewiesen werden konnten. Das Verfahren sei deshalb Mitte Januar eingestellt worden. Seit Herbst 2016 hatte die Staatsanwaltschaft gegen leitende Mitarbeiter der “AWO Alten, Jugend- und Sozialhilfe GmbH” ermittelt. Das Verfahren richtete sich auch gegen Aufsichtsratsmitglieder dieser Gesellschaft und gegen Mitglieder des AWO-Landesvorstandes.

In einer über 40-seitigen anonymen Anzeige waren Ihnen unter anderem Untreue und Betrug vorgeworfen worden. So soll ein leitender Mitarbeiter der AWO AJS Eigentumswohnungen zu einem Vorzugspreis erhalten haben. In dem Gebäude, das der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) gehört, hatte die AWO AJS später einen Kindergarten eingerichtet. Zudem ging es um den Verdacht der Manipulation bei der Vergabe von Aufträgen an eine Firma. Deren Geschäftsführer ist gleichzeitig der Aufsichtsratschef der AWO AJS GmbH. Alle Beschuldigten hatten die Vorwürfe mehrfach öffentlich bestritten.

Der AWO-Bundesverband hatte in 2017 die Vorgänge in der AWO AJS von Wirtschaftsprüfern untersuchen lassen. Diese hatten damals zwar Verstöße gegen Unternehmensregeln gefunden. Jedoch fanden sich keine strafrechtlichen Hinweise.

Der Sprecher der AWO Thüringen, Dirk Gersdorf, äußerte sich auf Anfrage von MDR THÜRINGEN erfreut über die Einstellung der Ermittlungen. Man habe nach über zwei Jahren nun die offizielle Bestätigung, “dass die erhobenen Vorwürfe falsch waren und sich keinerlei strafrechtliche Ansätze ergeben haben”. Gersdorf verwies darauf, dass die AWO die “anonym erhobenen Unterstellungen” von Beginn an zurückgewiesen habe. Empfehlungen des AWO-Bundesverbandes in Bezug auf den verbandsinternen Unternehmenskodex seien umgesetzt worden.

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