Katholische Kirche St. Johannes Baptist

Kirche

Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Sie ist die älteste Kirche in Jena und ist ursprünglich in einem Vorort gelegen. Ihre Ursprünge reichen in das 10. Jahrhundert zurück. Einige Reste wie Fenster und der Altar verweisen auf das hohe Alter. Auch die ältere Namensgebung für die Johannisgasse und das Johannistor weisen auf die Bedeutung der Kirche hin. Im 15. Jahrhundert wurde aus der Allerheiligenkapelle, die vor dem Johannistor lag, der Altar in die Johanneskirche transferiert. Die Kapelle wurde 1430 wegen Unruhen durch die Jussiten für eine bessere Verteidigungsmöglichkeit der Stadt abgerissen. Bis zur Reformation war sie die Pfarrkirche der Stadt, später war sie nur noch Friedhofskapelle und oft dem Verfall preisgegeben. In den 1930er-Jahren wurde der Friedhof, der an der benachbarten Friedenskirche grenzte, durch einen Straßenbau (heute Straße des 17. Juni) geteilt.

Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 schenkte Napoleon die Kirchenruine der verbliebenen kleinen katholischen Gemeinde, die sich um einen französischen Emigranten, den Priester Gabriel Henry, gesammelt hatte.

Wie die katholische Pfarrgemeinde im historischen Abriss berichtet, wurde 1813 die Pfarrei wieder aufgelöst und die Seelsorge ab 1817 mit der Pfarrei Weimar verbunden. Die Wiedererrichtung der Pfarrei erfolgte im Jahre 1905. Grundlegende Um- und Ausbauten aus dieser Zeit zeugen von den Erfordernissen lebendigen Gemeindelebens. Heute leben etwa 6.000 Katholiken im seelsorgerisch betreuten Gebiet.

Die Pfarrgemeinde bietet weitere Informationen auf ihren Seiten an.