Jazz im Paradies e.V.

Verein für Jazzmusik in Jena und Thüringen

Einige Enthusiasten gründen 1980 Jazz im Paradies (JiP) als studentischen Jazzclub der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie halten die in der DDR nur mühsam zu beschaffenden Schallplatten und Tonbandaufnahmen von Miles Davis, Keith Jarrett, dem Art Ensemble of Chicago u.a. Musikvorträge im Jenapharm-Jugendclub.

Am 18. Februar 1981 gibt es im Planetarium das erste vom studentischen Verein organisierte, internationale Konzert mit Leo Smith, Peter Kowald und Günther Sommer. Bis Ende 1989 folgen fast 100 Konzerte mit Musikern der Thüringer Jazzszene, mit allen bekannten DDR-Jazzern wie Conrad Bauer, Ulrich Gumpert, Ernst-Ludwig Petrowsky, Uwe Kropinski und mit ausländischen Gästen. Der Schützenhof-Saal in Jena-Nord ist in den Anfangsjahren der häufigste Spielort. Die Jenaer Jazztage werden vom Verein mitgestaltet. Diese finden bis 1987 jährlich an einem Novemberwochenende statt.

Am 9. August 1990 wird JiP als Verein eingetragen. 1991 veranstaltet der Verein das erste Jazzfest Jena. Unter diesem Namen laufen seitdem jährlich über mehrere Herbstwochen Konzerte auf den Bühnen des Volkshauses, Theaters, Planetariums, der Mensa, im Rosenkeller und Studentenhaus Wagner, im Kassablanca und auch im Stadtmuseum Göhre. Höhepunkt des Festivals ist die Jazznacht. Hierbei treten mehrere hochkarätige Bands der internationalen Jazzszene auf.

Gemeinsam mit dem Weimarer Jazzclub und der Arbeitsgemeinschaft Jazz des Landes Thüringen wird 1994 die Jazzmeile Thüringen begründet. 1996 findet der erste Jazzfrühling Jena statt. Dieses Festival entwickelt sich schnell zu einem Pendant zum herbstlichen Jazzfest.

Jazz im Paradies arbeitet unter anderem mit JenaKultur, dem Café Wagner, dem Kunsthof Jena und anderen Veranstaltern der Stadt Jena zusammen.

Hardenbergweg 69
Jena 07745 Thüringen DE
Get directions