Gasthaus Zur Rosen / Rosenkeller

Es gehört wohl zu den schönsten Häusern in Jena, die noch aus der Renaissance stammen: Das Gasthaus „Zur Rose“. Es befindet sich seit dem Herbst 1561 im Besitz der Universität. Hintergrund ist die Gründung der Hohen Schule (1548). Damals wurde ein Konvikt gegründet und damit das Recht, Bier zu brauen – und billiger an die […]

Es gehört wohl zu den schönsten Häusern in Jena, die noch aus der Renaissance stammen: Das Gasthaus „Zur Rose“. Es befindet sich seit dem Herbst 1561 im Besitz der Universität. Hintergrund ist die Gründung der Hohen Schule (1548). Damals wurde ein Konvikt gegründet und damit das Recht, Bier zu brauen – und billiger an die Studenten zu verkaufen. 1560 wurde der Universität erlaubt, Weine in ihren Kellern auszuschenken. Die Universität kaufte sich das „Faulloch“ gegenüber des Collegium Jenense (am Nonnenplan). Dieses war unter akademischen und nicht-akademischen Bürgern, Jung und Alt, sehr beliebt. Hier gab es nämlich keine Polizeistunde, und das Bier war billig und gut. Binnen weniger Tage wurden mehr als 15.000 Liter Bier verkauft. Das „Faulloch“ erwies sich schon ein Jahr später als zu klein und baufällig – die Universität kaufte also die „Rose“ in der Johannisgasse. Zwischen der Stadt und der Universität gab es daher ständig Streitigkeiten, in die der Herzog eingriff. 1564 verpachtete die Universität der Stadt den Rosenkeller für 80 Taler im Jahr. Dieser Pachtvertrag galt bis 1570. Die Universität wollte den Betrieb ungestört von der Stadt fortsetzen und erwirkte das sogenannte Rosenprivileg. Es wurde am 21. Mai 1570 erteilt. Neu war das Verbot des Anschreiben und des Karten- und Würfelspiels. Zudem wurde die Polizeistunde um eine Stunde verlängert und die Pacht auf 70 Taler verringert. Mit dem Rosenprivileg wurde das Gasthaus von der Tranksteuer befreit und der Ausschank fremder Biere und Weine erlaubt.

Der Name „Zur Rosen“ wurde vom ehemaligen Besitzer abgeleitet. Das Sandsteinrelief wurde vom Historiker Caspar Sagittarius (1643 – 1694) 1683 gestiftet und trägt folgende Inschrift: „Zur Zierde der Universitaet will vor die Rosenkellerei einen in Stein gehauenen Rosenstock verehret haben“. Sagittarius war mehrere Male Dekan der philosophischen Fakultät und im Sommersemester 1683 Rektor der Salana.

Das Haus selbst besteht, wie zum Beispiel das Rathaus oder das Gasthaus „Zur Sonne“ aus zwei Häusern. Diese enthalten noch eine spätgotische Bausubstanz. Die Einfahrt eröffnet den Zugang zu einem Hof, an dem sich der Eingang zum sogenannten Rosenkeller befindet. Ebenso gibt es eine Verbindung zu den sogenannten Rosensälen, deren heutiger Eingang im Bereich des Fürstengrabens liegt.

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