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Verkehrsversuch vorfristig beendet
Minister Dulig: »Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer steht an oberster Stelle«

Dresden. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 100 auf dem rund 15 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Autobahndreiecken Dresden-Nord und Dresden-West bleibt auch zukünftig bestehen. Das ist das Ergebnis eines Verkehrsversuches zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in diesem Bereich.

Im März 2018 wurde auf diesem Abschnitt die versuchsweise Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von maximal 100 km/h angeordnet. Die sehr dichte Anschlussstellenfolge in diesem Abschnitt, die topografischen Bedingungen (Brabschützer Berg) und die hohe Verkehrsbelastung – insbesondere durch den ständig steigenden Lkw- und Bus-Anteil – bewirken einen zunehmend ungleichmäßigen Verkehrsfluss zwischen den einzelnen Fahrstreifen. Die Maßnahme zielte darauf ab, den Verkehrsfluss gleichmäßiger zu gestalten, Überholvorgänge und Spurwechsel zu reduzieren und somit die Anzahl der Verkehrsunfälle zu verringern und auf eine positive Entwicklung der Unfallkostenraten hinzuwirken.

Wie die Auswertung zeigt, ist die Verkehrssicherheit im Testzeitraum gestiegen. Nach Angaben der Polizeidirektion Dresden und des Autobahnpolizeireviers Dresden hält sich die Mehrheit der Fahrer an das Tempolimit. Die Verkehrsunfallzahlen haben sich deutlich reduziert. Der ursprünglich bis Ende dieses Jahres befristete Verkehrsversuch wird deswegen vorzeitig beendet und in eine dauerhafte Regelung überführt.

»Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer steht für mich an oberster Stelle. In Anbetracht des perspektivisch weiter zunehmenden Verkehrsaufkommens ist das Tempolimit derzeit die geeignetste Maßnahme, um schwere Unfälle zu verhindern und den Verkehr flüssiger zu gestalten«, erklärt Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig. »Ein geringerer Schadstoffausstoß und geringerer Verkehrslärm sind weitere positive Effekte der reduzierten Geschwindigkeit.«
Der rund 15 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Autobahndreiecken Dresden-Nord und Dresden-West weist das höchste Verkehrsaufkommen auf den sächsischen Autobahnen auf. Im Jahr 2019 registrierte die Zählstelle Dresden-Nord eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 103.293 Fahrzeugen pro Tag. Im Jahr 2016 registrierte die Zählstelle Dresden-Nord eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 97.207 Fahrzeugen pro Tag. Im Jahr 2017 wurde ein DTV-Wert von 100.128 Kfz/24h ermittelt.
Hintergrund:

Aufgrund der steigenden Verkehrsbelastung, der topografischen Bedingungen am »Brabschützer Berg« und der dichten Anschlussstellenfolge ergab sich eine Ungleichmäßigkeit des Verkehrsflusses zwischen den einzelnen Fahrsteifen, was in Folge zur Zunahme von Verkehrsunfällen führte. Dies hat sich erheblich auf den Verkehrsfluss auf der A 4 über die Anschlussstellen und das angrenzende Straßennetz bis ins Stadtgebiet Dresdens hinein ausgewirkt.

Aus diesen Gründen wurde das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) als zuständige untere Verkehrsbehörde beauftragt, auf dem vorgenannten Autobahnabschnitt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 100 km/h im Rahmen eines Verkehrsversuches anzuordnen. Dieser startete im März 2018 und ist befristet bis 31. Dezember 2020.

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