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Kreis Kaiserslautern. Eine Erpressung hat eine Frau aus dem Landkreis am Montagmorgen angezeigt. Wie die 58-Jährige zu Protokoll gab, hatte sie eine E-Mail erhalten, in der sie aufgefordert wird, mehrere Zehntausend Euro zu bezahlen – andernfalls würden Nacktbilder von ihr im Internet veröffentlicht. Der Absender der E-Mail war der Frau nicht bekannt.

Die weiteren Nachfragen der Beamten ergaben dann, dass die 58-Jährige vor ein paar Monaten über ein soziales Netzwerk einen Mann „kennengelernt“ habe und seitdem mit ihm schreibe. Vor einiger Zeit hatte sie ihm auch Nacktbilder und Videos geschickt.

Zwar ist der Name des Absenders der Erpresser-Mail ein anderer als der des „unbekannten Bekannten“, mit dem sie seit Monaten chattet, ein Zusammenhang ist allerdings nicht auszuschließen. Die Ermittlungen laufen…

Das Phänomen „Sextortion“ – zusammengesetzt aus den englischen Wörtern „Sex“ und „Extortion“ (= Erpressung) – ist nicht neu. Trotzdem fallen in Zeiten von Social Media, Online-Dating und Partnerbörsen im Internet immer wieder Menschen darauf herein. Meist beginnen die Chats als harmloser Flirt – und nicht selten enden sie (wie im beschriebenen Fall) mit hohen Geldforderungen.

Den Betrügern gelingt es meist sehr schnell, das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, und diese sind leider nur allzu schnell bereit, sich vor der Webcam auszuziehen oder Nacktbilder/-Videos zu schicken. Und genau dieses Material wird dann für die Erpressung benutzt.

Auf der Seite www.polizei-beratung.de zeigt ein kleiner Film, wie die Betrüger in der Regel vorgehen und aus einem harmlosen Flirt eine handfeste Erpressung wird:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sextortion/

Auf dieser Seite finden Sie auch weitere Tipps, wie Sie sich vor dieser „sexuellen Erpressung“ schützen können und wie Sie sich in solchen Online-Chats sicher verhalten.

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