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Zum Gedenken an die Zerstörung von Coventry: Musikalische Sonntags-Vesper am Ewigkeitssonntag, 22. November, 18 Uhr, Stadtkirche St. Michael

Jena. Am Abend des 14. November 1940 nahmen mehr als 500 Flugzeuge Kurs auf die mittelenglische Stadt Coventry und legten sie in einem Terrorangriff in Schutt und Asche. Nach dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 als erster, verbrecherischer Schritt war die Zerstörung der mittelalterlichen Stadt neben London das nächste Kriegsziel der Nazischergen in dem aggressiven Streben nach Weltgeltung. Tausende Wohnungen wurden in Coventry zerbombt, mindestens 550 Menschen wurden getötet, die komplette Infrastruktur der Stadt zerstört. Auch die St. Michael’s Cathedral aus dem 14. Jahrhundert im Herzen der Stadt war davon betroffen.

Doch nach all diesem Leid und Verbrechen gab es Hoffnung auf Versöhnung. Unmittelbar nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry ließ Dompropst Richard Howard am folgenden Tag die Worte „Vater vergib“ in die Chorwand der Ruine meißeln. Achtzehn Jahre nach dem schrecklichen Bombenangriff ging ein Gebet um die Welt, das diese Bitte aufnahm, konkretisierte und die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit umschrieb: Die Versöhnungslitanei von Coventry.

Die Musikalische Sonntags-Vesper am Ewigkeits-Sonntag (22. November, 18 Uhr) widmet sich diesem Thema und ruft zum Stillehalten, Erinnern und zur Besinnung auf.

Es erklingen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach sowie als unmittelbarem Bezug die Komposition „Botschaft der Versöhnung“ für Orgel und Sprecher nach Worten der Heiligen Schrift und dem Versöhnungsgebet von Coventry (1980) von Lothar Graap.

Die Ausführenden sind: Prof. Dr. Corinna Dahlgrün, Sprecherin – KMD Martin Meier, Orgel.

Im Anschluss an die Andacht besteht Gelegenheit, seine persönlichen Gedanken im Gästebuch niederzuschreiben. Würdigen wir die weltweite Versöhnungsarbeit der Nagelkreuzgemeinschaft, welche ausgehend von der schwer getroffenen Gemeinde im Norden Englands unmittelbar nach deren Zerstörung begonnen hat.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.

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