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Jena. Wissenschaftler der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena erhalten für ihr Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Multi‐Generation Smart Community“ eine Förderung von 940.000 Euro. Fördermittelgeber für das Vorhaben mit dem vollen Namen „Multi‐Generation Smart Community (mGeSCo) – Co‐Working und soziale Teilhabe durch multigenerationale Vernetzung im Smarten Quartier“ ist die Carl-Zeiss-Stiftung. Zum dritten Mal wird die EAH Jena damit im Förderprogramm „Transfer“ von der Stiftung gefördert.

Das Projektteam um Prof. Dr. Michael Opielka, Fachbereich Sozialwesen, und Prof. Dr. Christian Erfurth aus dem Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen sowie dem Tübinger Gerontologen Prof. Dr. Ulrich Otto nutzt ein zukünftiges Mehrgenerationenquartier als „Entwicklungslabor“.

Das interdisziplinäre Projekt untersucht, wie sich Teilhabe an Arbeit, Mobilität, Freizeit, Dienstleistungen und Nachbarschaft durch intelligente digitale Technologien verbessern lassen. „Unser Ziel ist“, erläutert der Professor für Informatik, Christian Erfurth: „ein selbstbestimmtes Leben und die Teilhabe bis ins hohe Alter durch intelligente digitale Technologien zu fördern. Die Relevanz der digitalen Arbeit hat durch die aktuelle CoViD19-Pandemie enorm an Bedeutung gewonnen. Neben der Weiterentwicklung und Erprobung technischer Innovationen gibt es viele offene Forschungs- und Gestaltungsfragen, die wir, unter starker Einbeziehung der Betroffenen, dank der Unterstützung durch die Carl-Zeiss-Stiftung untersuchen werden“.

So werden technisch basierte Unterstützungsmöglichkeiten in Wohn- und Quartiersräumen wie beispielsweise Erinnerungen, Notruf, Sturzerkennung oder der Einsatz von Assistenzrobotern erforscht. „Nachbarschaftsplattformen, digitale ‚schwarze Bretter‘ auf Monitoren oder ePaper-Displays in Hausfluren sollen den Austausch und die Teilhabe an der Gemeinschaft unterstützen, quer durch alle Altersgruppen und für ein möglichst lange selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung“, so Michael Opielka, Professor für Sozialpolitik. Er führt weiter aus: „Dabei wird auch die Nachbarschaft, die Community, einbezogen, für die und mit der wir aus dem Projekt heraus geeignete digitale und soziale Vernetzungslösungen aufbauen wollen bis hin zur Vermittlung von Unterstützungsleistungen, auch zusammen mit externen Partnern, wie beispielsweise Pflegediensten“.

Für ihre Forschungsarbeiten steht den Wissenschaftlern der EAH Jena das „Smarte Quartier Jena-Lobeda“ – ein Vorhaben der Stadtwerke Jena Gruppe (siehe auch https://www.stadtwerke-jena-gruppe.de/unternehmen/smartes-quartier.html) – zur Verfügung.

Die Förderung durch die Carl-Zeiss-Stiftung startet am 1. Juni 2021 und hat eine Laufzeit von drei Jahren.


Die Carl-Zeiss-Stiftung

hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.

https://www.carl-zeiss-stiftung.de/german/index.html

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena

ist Thüringens drittmittelstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ihre Vernetzung mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sorgt für eine optimale Ausbildung. Die meisten Abschlussarbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit den Partnern. Die 1991 gegründete Hochschule ist regional eng verbunden und international orientiert. Sie bietet ihren Studierenden ein innovatives, wissenschaftlich solide fundiertes und praxisnahes Studium.

http://www.eah-jena.de.

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