Foto: Point Alpha Stiftung
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Geisa. Wie ähnlich sich Lebensgeschichten aus Vergangenheit und Gegenwart sein können, erkundeten Jugendliche der Start-Stiftung, die talentierte Jugendliche mit Migrationserfahrung besonders fördert, jetzt in der Gedenkstätte Point Alpha. Die jungen, hochbegabten Stipendiatinnen und Stipendiaten diskutierten in einem intensiven Zeitzeugengespräch mit Berthold Dücker über dessen Flucht aus der DDR in die Bundesrepublik. Dabei wurde deutlich, dass Fluchtursachen wie mangelnde Denk- und Redefreiheit, fehlende persönliche und berufliche Perspektiven und die Suche nach einem selbstbestimmten Leben fern von ideologischen Mauern Jugendliche in Vergangenheit und Gegenwart beschäftigt.

Diese Perspektive wurde in einem sich anschließenden Workshop in der Point Alpha Stiftung vertieft. Unter der Leitung der wissenschaftlichen Mitarbeiter Jan-Ludwig Antoni und Aline Gros sowie der Praktikantin Tina Enders studierten die Jugendlichen biographische Quellen, die Flucht- und Vertreibungsgeschichten thematisieren. Da die jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten

viele Ähnlichkeiten zwischen ihren eigenen Lebensgeschichten und den historischen Quellen entdecken konnten, war die Workshoparbeit sowohl wissenschaftlich intensiv als auch emotional.

In kleinen Videoclips dokumentierten die Jugendlichen ihre Arbeit und verknüpften so historisches Lernen mit ihrer eigenen Lebenswelt.

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