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Bestattungswald – Möglichkeit der letzten Ruhe auch für Chemnitzer?

Chemnitz. Zur nächsten Stadtratssitzung am 25. November 2020 wird dem Stadtrat ein Beschlussantrag der Fraktionsgemeinschaft BÜNDNIs 90/DIE GRÜNEN zur „Einrichtung eines Bestattungswaldes“ vorliegen. Darin geht es darum, dass die Stadtverwaltung Chemnitz gemeinsam mit dem Friedhofs- und Bestattungsbetrieb der Stadt Chemnitz Varianten für eine Einrichtung und den Betrieb eines Bestattungswaldes in einem geeigneten kommunalen Waldgebiet prüft.

Hintergrund dazu ist, dass deutschlandweit inzwischen über 160 Bestattungswälder existieren. Diese naturnahe und romantische Art der letzten Ruhe hat in den letzten Jahren immer mehr Interesse gefunden.

Stadträtin Christin Furtenbacher sagt: „So wie sich Kultur und Gesellschaft in einem stetigen Wandel befinden, entwickelt sich auch das Bestattungswesen weiter. Die Freiheit, ganz individuell zu entscheiden, wo der Trauerort für die Hinterbliebenen ist und dass es eben nicht der herkömmliche Friedhof sein muss, sollte auch Chemnitzerinnen und Chemnitzern offenstehen.“

Neben der Schönheit des Waldes und dem Wegfall der Grabpflege liegen noch weitere Vorteile auf der Hand: So ist die Waldbestattung preiswert und laut Greenpeace-Magazin (57 Tipps für eine bessere Welt, 2006) eine umweltfreundliche Variante der Beisetzung. Da die Waldbestattung als Ergänzung zu den bestehenden Möglichkeiten existieren soll, kann sie als Erweiterung des städtischen Bestattungsbetriebs gesehen werden.

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