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Dresden. Zahlreiche Hinweise zu einem weißen Transporter, deren Insassen Kinder ansprechen und in ihr Auto locken würden, gingen in den letzten Tagen bei den Kollegen im Erzgebirge und in Mittelsachsen ein. Besorgte Eltern hatten zuvor über die sozialen Medien Informationen und Bilder geteilt und damit eine Kettenreaktion ausgelöst.

Die Kollegen gingen den Hinweisen umgehend nach und konnten den verdächtigen Transporter schließlich ausfindig machen. Bei den Insassen handelt es sich um ausländische Monteure, die auf unterschiedlichen Baustellen im Umkreis arbeiten. An dem Tag, als sie zwei Kinder ansprachen und damit den Stein ins Rollen brachen, hatten sie sich auf dem Weg zu einer neuen Baustelle verfahren und sich nur nach dem Weg erkundigen wollen.
Auch ein Fall in Annaberg, bei dem Kinder an einer Bushaltestelle aus einem Kleinbus angesprochen und zum Einsteigen aufgefordert worden waren, klärte sich auf. Schnell stellte sich heraus, dass es sich lediglich um den organisierten Schülerverkehr handelte.

Die Sorgen der Eltern sind durchaus nachvollziehbar. Aber vorschnelle Posts, die Personen haltlos beschuldigen, können eine Kettenreaktion auslösen und Unschuldige unter Generalverdacht stellen.

Wer derartige Fotos und Behauptungen wahllos verbreitet, macht sich mitunter selbst strafbar.
Wer konkrete Beobachtungen im Zusammenhang mit der Gefährdung von Kindern macht, wird angehalten, diese nicht voreilig in sozialen Netzwerken zu posten, sondern umgehend die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen.

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