Anzeige

Jena. Als eine von 10 deutschen Top-Kommunen wurde Jena in der zweiten Phase des 5G-Innovationswettbewerbs des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur für die Umsetzung des 5G-Projektes ausgewählt. Damit stehen 3,8 Millionen Euro vom Bund für die Realisierung bereit.

In der ersten Phase des 5G-Innovationswettbewerbs war das Jenaer Konzept zunächst nicht erfolgreich. Dadurch haben sich jedoch die Verantwortlichen nicht entmutigen lassen und stellten die Projektskizze im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) vor. Minister Tiefensee stellte daraufhin 70.000 Euro zur Erarbeitung eines Umsetzungskonzeptes zur Verfügung, womit letztendlich der Durchbruch gelang.

Der für Digitalisierung zuständige Dezernent Benjamin Koppe: »Wir freuen uns sehr darüber 5G-Modellregion zu werden. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir als Stadt bereits vor zwei Jahren begonnen, Szenarien zu entwickeln und ein tragfähiges Projekt mit einem gesellschaftlichen Mehrwert zu entwerfen. Nach dem Rückschlag in der ersten Konzeptphase haben wir nicht aufgegeben. Mit Unterstützung des Thüringer Wirtschaftsministeriums und der nötigen Hartnäckigkeit ist es gelungen, uns in der zweiten Umsetzungsphase als Quereinsteiger erfolgreich durchzusetzen. Qualität und Durchhaltevermögen haben sich am Ende verdient gemacht.«

Die Erprobung von 5G-Anwendungen unter realen Bedingungen kann nun ab 2021 starten. Fördergelder des Bundes werden genutzt, um konkrete Teilvorhaben des Projektkonsortiums umzusetzen. Das Projekt wird von der Stadt Jena gesteuert.

Ein frühzeitiger 5G-Ausbau wird Jenas Position als innovative Stadt in Sachen Digitalisierung stärken. Mit der Umsetzungsförderung des Projektes »5G-basierte V2X-Vernetzung zur Optimierung der Energieversorgung und des multimodalen Verkehrs in Jena und Umland« wird die Digitale Transformation der Region vorangetrieben.

Bereits im Vorfeld hat die Stadt Jena mit den Mobilfunkanbietern Telekom und der Vodafone jeweils einen »Letter of Intent« abgeschlossen, um den 5G-Mobilfunkausbau in der Hochtechnologieregion Jena zu unterstützen.

»Die Infrastruktur ist wichtig für Jena, denn Datennetze tragen stark zu Wachstum, Entwicklung und Wohlstand in einer Gesellschaft bei. Nur weil wir bei dem Aufbau der nötigen 5G-Infrastruktur in Jena schon weit fortgeschritten sind, können wir auch bei solchen Projekten erfolgreich sein.«, so Bürgermeister und Stadtentwicklungsdezernent Christian Gerlitz.

Alle Projektbeteiligten unter Koordination der Stadt Jena begreifen die Digitale Transformation als eine Daueraufgabe, die weit über die Anwendungsfelder des Projektes und dessen Umsetzung, aber auch weit über die Stadt Jena und Thüringen hinausreicht. Als Katalysator für weitere Anwendungen im Kontext der vernetzten Mobilität dient dabei nicht nur die bereits existierende 5G-Versorgung, sondern auch der geplante Datenbroker.

Im Ergebnis verbessert dieses Projekt die Lebensverhältnisse in urbanen und suburbanen Räumen, stärkt die Wirtschaft, entlastet die Umwelt und dient damit allen Bürgerinnen und Bürgern sowie nachfolgenden Generationen. Entwickelte Lösungen tragen zum Erfahrungsschatz und zur Produktentwicklung der beteiligten Unternehmen und Hochschulen bei. Es ist zu erwarten, dass eine weitere Verwertung vorgenommen wird.

Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee zeigt sich erfreut, dass sich Jena nunmehr in der zweiten Runde des Bundesförderprogrammes für 5G-Modellregionen durchsetzen konnte: „Die Stadt Jena hat bereits sehr früh begonnen, ihr Konzept für vernetzte Mobilität zu entwickeln. Durch die Bundesförderung stehen nun zusätzliche Mittel bereit, um das Projekt zur Optimierung des Verkehrsflusses in der Stadt voranzutreiben und damit eine Vorreiterrolle einzunehmen.« Damit sei es auch ein Vorzeigeprojekt im Sinne der Thüringer Digitalstrategie für die Schaffung moderner Infrastrukturen, um das Leben attraktiv zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten

Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche weist auf die Zusammenarbeit in der Region hin: »Unser Bestreben ist es, durch Infrastrukturverbesserungen sowohl Jena und sein Umland zu stärken. Mit der Installation der 5G-Modellregion werden wir der Bedeutung Jenas als Innovationstreiber gerecht. Dies wird die Stärkung der regionalen Wirtschaft und Ansiedlungen von neuen Technologiefirmen im Saaletal und darüber hinaus nach sich ziehen. Für den Vertrauensbonus des Landes Thüringen möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Damit werden wir als Stadt und unsere Partner das Projekt zum Erfolg führen.«

Zu den Projektbeteiligten gehörten: Die Stadtverwaltung mit Eigenbetrieben (KSJ) und Unternehmen (Jenaer Nahverkehr, Stadtwerke Jena Netze), TU Dresden (Professur für Verkehrsleitsysteme und -prozessautomatisierung), INAVET (Institut für angewandte Verkehrstelematik) GmbH, Data in Motion Consulting GmbH.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Dossier/5G/top-2.html.

Anzeige