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Berlin. Die Coronakrise stellt Gehörlose nach Einschätzung der Bundesregierung vor besondere Herausforderungen. So falle durch die Masken die Möglichkeit weg, von den Lippen abzulesen, wie dies rund 30 Prozent der gehörlosen Menschen bei der Verständigung täten, heißt es in der Antwort (19/23824) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/23021) der AfD-Fraktion.

Um gehörlosen Menschen die Informationen über das Virus zugänglich zu machen, müssten diese aufbereitet werden. Der Verzicht auf eine zu komplexe Sprache sei dabei ebenso ein Mittel wie das Untertiteln von Videos und das Einblenden von Gebärdendolmetschern bei Reden.

Vor allem zu Beginn der Pandemie hätten aktuelle Informationen in Gebärdensprache nicht zeitgleich oder zeitnah zur Verfügung gestanden. Auch jetzt stünden noch immer nicht alle Informationen für Gehörlose in ausreichendem Maß zur Verfügung. Die Bundesregierung sei bestrebt, das Informationsangebot auszubauen.


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