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Ein warmer Schlafplatz im Winter

Dresden. Obdachlose Menschen müssen nicht im Freien übernachten. Die Landeshauptstadt Dresden stellt insgesamt 394 sichere und warme Schlafplätze zur Verfügung. In acht Wohnungslosenheimen gibt es 308 Plätze. 66 Betten stehen in Gewährleistungswohnungen und zehn Notschlafplätze im Übergangswohnheim Hechtstraße 10.
Hier sind von November 2020 bis Ende April 2021 weiter zehn Plätze speziell in der Winterzeit eingerichtet. Sollte der Bedarf höher sein, stockt das Sozialamt die „Winterplätze“ kurzfristig auf. Angesichts der Corona-Pandemie achten die Heimbetreibenden besonders auf Hygiene und Abstand und sind auf mögliche Quarantänefälle vorbereitet.

Die Schlafplätze werden vom Sozialamt zugewiesen. Das Sachgebiet Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten des Sozialamtes befindet sich in der Junghansstraße 2, 01277 Dresden. Interessierte melden sich persönlich zu den Sprechzeiten dienstags und donnerstags, 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, oder telefonisch unter 0351-4884981. Außerhalb der Sprechzeiten wenden sich Wohnungslose direkt an die Notaufnahme des Übergangswohnheims Hechtstraße 10, 01097 Dresden, Telefon 0351-30980195. Das Heim an der Hechtstraße ist erreichbar mit den Straßenbahnlinien 7, 8 und 13, Haltestelle Bischofsweg, sowie der S-Bahn 1, Haltestelle S-Bahnhof Bischofsplatz.
Obdachlose, die die städtischen Schlafplätze nicht nutzen wollen, können sich an die ökumenischen Nachtcafés wenden. Die Nachtcafés öffnen von Anfang November bis Ende März allabendlich.
Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen können sich darüber hinaus auch an die Kontakt- und Beratungsstellen der freien Träger wenden. Diese bieten Hilfe im Wohnungsnotfall an. Insgesamt fünf solcher Stellen gibt es in Dresden: das Diakonische Werk – Stadtmission Dresden e. V., die Gemeinnützige Gesellschaft Striesen Pentacon e. V., die Radebeuler Sozialprojekte gGmbH, die Treberhilfe e. V. und den Verein für Soziale Rechtspflege e. V.
Weiterhin unterstützt die Landeshauptstadt Dresden finanziell Tagestreffs, Straßensozialarbeit und die Straßenzeitung DROBS. Die Heilsarmee ist im Winter mit einer Kältestreife in Dresden unterwegs und bietet im gesamten Stadtgebiet Obdachlosen auf der Straße warme Getränke und Suppen sowie Gesprächsmöglichkeiten an. Seit Juli 2019 fördert das Sozialamt die Bahnhofsmission im Hauptbahnhof, die vom Diakonischen Werk ­– Stadtmission Dresden e.V. betrieben wird.
Damit Wohnungslosigkeit gar nicht erst entsteht, unterstützt und berät das Sozialamt vorbeugend. Droht die Räumung aufgrund von Mietschulden, können Betroffene einen Antrag auf Übernahme der Mietschulden stellen. Außerdem helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialamtes bei der Suche nach preisgünstigem Wohnraum.

Weitere Informationen stehen unter www.dresden.de/wohnungslosigkeit.

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