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Dresden. Seit Freitag, 30. Oktober 2020, treten vermehrt Fälle der hochpathogenen aviären Influenza (Vogelgrippe, Geflügelpest) bei Wildvögeln an der Nord- und Ostseeküste sowie in Hamburg auf (Stand 5. November 2020: 23 Fälle). Die Viren werden mit Zugvögeln nach Europa verschleppt. Mit weiteren Fällen ist zu rechnen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt aktuell das Risiko als hoch ein, dass sich das Virus in Wasservogelpopulationen ausbreitet und direkt oder indirekt über Wildvögel auch in deutsche Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen eingetragen wird. Dort kann es zu schweren allgemeinen Symptomen und hohen Tierverlusten führen, besonders bei Hühnern und Puten. Sehr empfänglich sind bestimmte Wildvögel, vor allem Wassergeflügel wie Schwäne, Enten, Gänse und Möwen sowie Greifvögel, wie Habichte und Bussarde, aber auch aasfressende Vögel wie Krähen.

Am Mittwoch, 4. November 2020, wurde bereits in einer Geflügelhaltung im Kreis Nordfriesland der Ausbruch der aviären Influenza festgestellt. Dieser Fall zeigt, wie schnell ein Übergriff der Tierseuche aus dem Wildvogel- in den Geflügelbestand verlaufen kann. Entsprechend der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest wurden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet und in betroffenen Betrieben weiterführende Anordnungen getroffen, um die Biosicherheit zu erhöhen.

Was können Bürgerinnen und Bürger vorbeugend tun?

Grundsätzlich wichtig für Menschen: Berühren Sie die Tiere nicht! Sind Menschen einer hohen Virenlast ausgesetzt, können sie sich ebenfalls anstecken.

Geflügelhalter:

Halten Sie Ihr Geflügel so, dass es keinen Kontakt zu Wildvögeln hat. Tragen Sie im Stall oder Auslauf separate Schutzkleidung und Stallschuhe. Reinigen und desinfizieren Sie vor und nach Geflügelkontakt Ihre Hände. Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Ihrem Geflügel in Berührung kommen, unzugänglich für Wildvögel auf. Füttern Sie Ihre Tiere im Stall. Benutzen Sie Leitungswasser zur Tränke und kein Regen- oder sonstiges Oberflächenwasser. Sichern sie Ställe vor unbefugtem Zutritt. Melden Sie Totfunde, neurologische Symptome, Rückgang der Legeleistung oder Zunahme sofort dem Veterinäramt (Telefon 0351-4080511, E-Mail veterinaeramt@dresden.de).

Jäger

Kein Kontakt zu Geflügel, nachdem Kontakt zu Federwild oder dessen Ausscheidungen bestand. Melden Sie kranke oder verendete Wildvögel – insbesondere Wassergeflügel und Greifvögel – umgehend dem Veterinäramt unter Telefon 0351-4080511, E-Mail veterinaeramt@dresden.de, zur Früherkennung.

Bürger

Melden Sie kranke oder verendete Wildvögel, insbesondere Wassergeflügel und Greifvögel, umgehend dem Veterinäramt unter Telefon 0351-4080511, E-Mail veterinaeramt@dresden.de zur Früherkennung.

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