Anzeige

Erfurt. Vier Schulen in Thüringen erhalten in dieser Woche Zuwendungsbescheide für Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben sowie den Neubau einer Zweifeldsporthalle. „Wir wollen, dass die Schüler:innen im Freistaat auch in Zukunft in einer Umgebung lernen, die den Anforderungen unserer Zeit gerecht wird und ein gutes Lernen ermöglicht egal, ob man in der Stadt oder auf dem Land zur Schule geht. Daher freut es mich, dass wir noch einmal vier Schulen mit insgesamt mehr als 10 Millionen Euro unterstützen können“, erklärte Staatsekretärin Susanna Karawanskij anlässlich der postalischen Übergabe von Förderbescheiden an die Städte Erfurt, Jena, den Landkreis Greiz sowie den Ilm-Kreis.

Die Stadt Jena erhält für die Sanierung und Erweiterung der Thüringer Gemeinschaftsschule „An der Trießnitz“ 5 Millionen Euro. Mit dem Geld soll das Schulgebäude Instand gesetzt und um eine Aula bzw. eine Mensa erweitert werden. So wird sichergestellt, dass die Gemeinschaftsschule, in der Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse lernen können, auch künftig zweizügig bestehen kann. Zudem ist geplant, dass die Außenanlagen neugestaltet werden, inkl. einem Schulgarten und Pkw-Stellplätzen. Im Rahmen der Sanierung werden das gesamte Schulgebäude sowie der Außenbereich barrierefrei gestaltet. Die Gemeinschaftsschule „An der Trießnitz“ hat mit 25% einen der bundesweit höchsten Anteile an Kindern mit Förderbedarf. Den speziellen Bedarfen der Inklusion kann die Schule nach Fertigstellung der Arbeiten, die für den Spätherbst 2022 vorgesehen sind, dann noch besser gerecht werden.

Knapp 2,9 Millionen Euro Förderung erhält die Stadt Erfurt für Investitionen an der Staatlichen Grundschule 15 „Wilhelm Busch“. Dort soll eine neue Zweifeldsporthalle entstehen, nachdem die alte Sporthalle der Schule bereits abgerissen werden musste. Rund 1.000 m² groß soll die neue Sporthalle werden, barrierefrei gestaltet und Räumlichkeiten für Geräte, Umkleiden und Sanitäranlagen beherbergen. Voraussichtlich zum Jahresende 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden.

Der Ilm-Kreis erhält einen Zuwendungsbescheid über rund 1,4 Millionen Euro für die Staatliche Grundschule „Karl Friedrich Wilhelm Wander“ in Dörnfeld, einem Ortsteil von Stadtilm. Dort steht die Generalsanierung der Schulsporthalle an. Das bestehende Gebäude soll zunächst vollständig entkernt, sodann umfangreich saniert und um einen Anbau erweitert werden. Neben den Geräten wird im neuen Anbau das Lehrerzimmer ein neues Domizil finden. Die Umkleiden für Kinder und Lehrer werden ebenfalls neugestaltet. Da die Sporthalle nicht nur dem Unterricht dient, sondern auch die Schuleinführungen und andere schulische Veranstaltungen hier stattfinden, wird die Sporthalle neben der Herstellung der Barrierefreiheit und einer energetischen Sanierung auch die Anforderungen an Versammlungsstätten erfüllen. Während der Bauphase wird für den Sportunterricht ein anderes Domizil gefunden.

Etwas mehr als 950.000 Euro erhält zudem der Landkreis Greiz für Sanierungs- und Umbaumaßnahmen an der Staatlichen Grundschule „Auma“ in Auma-Weidetal. Die ist aus brandschutztechnischer und barrierefreier Sicht notwendig geworden. Barrierefreiheit soll künftig über einen Aufzug, mit dem alle Etagen des Schulgebäudes erreichbar sind, verbreiterte Türen und eine barrierefreies WC gewährleistet sein und der Spielbereich des Schulhofes sowie der Schulgarten sollen über einen neuen Weg ohne Hindernis erreichbar werden. Ein Rettungsweg und ein Notausgang am Speiseraum sind vorgesehen. Dach und Keller werden ebenso saniert und die Wärmedämmung aktuellen Standards angepasst. Wasser-, Abwasser- und Gasleitungen werden überholt. Im Frühsommer 2021 soll mit der Sanierung begonnen werden. Ziel ist es, zum Schuljahresbeginn 2022 den Kindern in Auma-Weidetal eine umfassend sanierte Grundschule „übergeben“ zu können.

Im Zuge der Sanierungen an den Schulen in Jena, Erfurt und Auma-Weidetal werden Amokwarnsysteme installiert.

Die Mittel für die Investionen an den Schulen in Jena, Erfurt, Dörnfeld und Auma-Weidetal stammen aus dem Schulinvestitionsprogramm des Landes, welches 2015 neu aufgelegt wurde.

Bis Ende 2019 hat das Land im Rahmen verschiedener Förderinstrumente rund 400 Millionen Euro Zuwendungen für Schulbauvorhaben bewilligt. Im Jahr 2020 sollen 14 weitere Bauprojekte an staatlichen Schulen und vier Vorhaben an Ersatzschulen in Thüringen mit insgesamt mehr als 37 Millionen Euro unterstützt werden.

Anzeige