Symbolfoto. Pixabay License
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Schwerin. Anlässlich der geplanten Aufnahme des Wolfes in das Landesjagdrecht in Niedersachsen äußert die Artenschutzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Beate Schlupp:

„Seit Jahren fordert die CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern eine Obergrenze für die Wolfspopulation. Aktuelle Entwicklungen in anderen Bundesländern bestätigen unseren Kurs. So plant Niedersachsen die Aufnahme des Wolfes in das Landesjagdrecht. Für mich ist es immer weniger schlüssig, warum der Wolf nicht auch in das Jagdrecht Mecklenburg-Vorpommern überführt wird. Fakt ist, dass eine Hinhaltetaktik den Jägern Mecklenburg-Vorpommerns im Bundesvergleich alles andere als Rechtssicherheit liefert.

Die Wolfspopulation in Mecklenburg-Vorpommern hat längst einen guten Erhaltungszustand erreicht. Schlussfolgerung kann nur sein, dass der Wolf in den Anhang 5 der Flora Fauna Habitat (FFH) Richtlinie übertragen wird, um ein Management in den betroffenen Regionen überhaupt erst zu ermöglichen. Erfolgt dies nicht, stellt sich schlicht die Frage, weshalb in Mecklenburg-Vorpommern Steuergeld für ein Wolfsmanagement ausgegeben wird, von dem niemand weiß, wohin es führen soll.

Bei einer Populationssteigerung von 30-50 Prozent im Jahr muss schleunigst festgelegt werden, wann das erträgliche Maß für Weidetierhalter und Bewohner des ländlichen Raumes erreicht ist. Vor allem brauchen wir endlich Kriterien, um zu definieren, ab wann ein Wolf als problematisch eingestuft wird.“

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