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Höheres Bußgeld für wiederholte Verstöße gegen Maskenpflicht
OB ruft zur Einhaltung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf

Magdeburg. Parallel zur geänderten 8. Eindämmungsverordnung des Landes gilt ab dem 3. November 2020 in Magdeburg eine Allgemeinverfügung. Diese untersetzt die Maßnahmen des Landes und gibt an, ab welchem Inzidenzwert verschärfte Regeln gelten. Vorgestellt wurden diese von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Amtsarzt Dr. Eike Hennig auf einer Pressekonferenz. Die Allgemeinverfügung sieht vor, dass überall dort im öffentlichen Raum, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, die Maskenpflicht greift. Bei Nichteinhaltung wird ein Bußgeld erhoben.

„Das Bußgeld richtet sich nach dem Inzidenzwert“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. Er erklärte, dass die Geldstrafe bei einem Wert von 35 Covid-19-Fällen auf 100.000 Einwohner*innen in sieben Tagen sich auf 50 Euro beläuft. Bei Inzidenzwerten ab 50 erhöht sich das Bußgeld auf 75 Euro.

„Noch höhere Bußgelder sollen verhängt werden, wenn sich Menschen wiederholt nicht an die Maskenpflicht halten. Wenige unvorsichtige Menschen sind die Ursache für das exponentielle Anwachsen der sehr hohen Infektionszahlen“, so Dr. Trümper.

Inzwischen sind aus der Geburtstagsfeier am 17. Oktober in Magdeburg 83 positiv auf SARS-CoV-2 getestete Personen identifiziert worden.

„Dies allein macht eine Inzidenz von 35 aus. Ohne die Party würden wir heute wohl einen Inzidenzwert von lediglich 65 haben. Das ist ein Drama. Das Ordnungsamt ermittelt nach wie vor die Zusammenhänge. Aber fest steht, dass ich ein solches Superspreader-Event in Magdeburg nicht noch einmal erleben möchte.“

Die Allgemeinverfügung wird zudem im Amtsblatt der Landeshauptstadt veröffentlicht.

Inzidenzwert der Stadt liegt bei 101,02

Der Inzidenzwert der Stadt lag heute bei 101,02 Coronainfektionen auf 100.000 Einwohner*innen in sieben Tagen. Seit März haben sich 898 Magdeburger*innen mit dem SARS-CoV-2-Erreger infiziert.

Amtsarzt Dr. Eike Hennig betonte, dass der Inzidenzwert in Magdeburg zurzeit täglich über 100 liegt und dass die oberste Priorität ist, diesen wieder zu senken, die Nachverfolgung weiterhin zu optimieren und die Ressourcen zu schützen.

„Unsere Anstrengungen richten sich immer danach, die vorhandenen Krankenhausbetten und das vorhandene Personal nicht zu überlasten. Das geht nur unter strenger Befolgung der Eindämmungsmaßnahmen und vor allem der Kontaktbeschränkung.“

Auch die Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen wie Pflegeheimen, Schulen und Kitas wird besonders überwacht.

„In Pflegeheimen wurden zwei Menschen, einer davon eine Pflegekraft, positiv auf Covid-19 getestet. In sechs Schulen der Landeshauptstadt traten jeweils positive Fälle auf und 16 Kitas meldeten vereinzelte Coronainfektionen“, fasste Dr. Hennig zusammen.

In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen bemüht sich das Gesundheitsamt darum, dass nur die betroffenen Klassen oder Gruppen in Quarantäne geschickt werden, da eine Infektionskette von Kind zu Kind bisher nicht beobachtet wurde. Weitere Informationen, wie mit positiv Getesteten in Schulen und Kitas umgegangen wird, gibt es online unter www.magdeburg.de/Handlungsleitfaden.


Allgemeinverfügung_3._November_2020 Magdeburg
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