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#böllerfrei: Private Silvesterfeuerwerke verbieten

Berlin. Der Jahreswechsel wird in Deutschland traditionell mit viel Feuerwerk und Knallerei gefeiert. Innerhalb kürzester Zeit werden nicht nur horrende Geldsummen „verbrannt“: Unmengen an Schwarzpulver werden in die Luft katapultiert und sorgen für einen unmittelbaren und enormen Anstieg der Feinstaubbelastung.

Dieser Feinstaub, angereichert mit allerlei Schwermetallen aus den bunten Raketen, gefährdet die Gesundheit massiv. Private Feuerwerke produzieren außerdem jährlich tausende Tonnen an unnötigem Abfall. Sie belasten die Umwelt, es kommt zum Teil schwerwiegenden Verletzungen auch von Unbeteiligten und zu unzähligen Sachschäden. Für Tiere ist die Silvesternacht ein Albtraum! Der ohrenbetäubende Lärm und die hell leuchtenden Blitze lösen bei ihnen Stress, Angst und Panik aus.

Dominik Eulberg unterstützt unsere Silvesteraktion #böllerfrei

Unsere Forderungen

Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein Verbot von privaten Silvesterfeuerwerken. Angesichts der aktuellen Corona Pandemie verschärft sich die Notwendigkeit und jedem muss klar sein: Es ist wichtiger denn je, dass wir alle vermeidbaren zusätzlichen Belastungen der Luftqualität unterlassen! Luftbelastung ist Ursache für eine Vielzahl von Krankheiten, insbesondere von Atemwegserkrankungen. Dies wirkt sich in Zeiten von Corona besonders negativ aus, denn auch der Virus greift die Atemwege an.
Darüber hinaus sollten wir allen Tieren die Panik zum Jahreswechsel ersparen.

Kommunen und Politik müssen ihrer Verantwortung nachkommen

Städte stehen Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die von einigen auch bereits genutzt werden, indem sie Verbotszonen eingerichtet haben. Immer mehr Städte, wie auch Stuttgart, veranstalten als Alternative zu archaischen Schwarzpulver-Feuerwerken saubere und ungefährliche Licht- und Lasershows.

Daher fordern wir die Kommunen auf, alle bestehenden Möglichkeiten auszuschöpfen, um private Feuerwerke zu verbieten. Zur ihrer Unterstützung hat die DUH ein Rechtsgutachten anfertigen und zusätzlich durch praktische Beispiele ergänzen lassen. Das Kurzgutachten kann von den Kommunen ohne großen Aufwand als Regelungsvorlage verwendet werden.

Ergänzend fordern wir mit aller Deutlichkeit: Das Innenministerium muss seinen Versprechungen nachkommen und endlich die 1. Sprengstoffverordnung (1. SprengV) hinsichtlich des §24 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ändern! Mit der geplanten Änderung wird es Städten und Kommunen ermöglicht, erweiterte und gegebenenfalls das gesamte Stadtgebiet umfassende Sperrzonen für Pyrotechnik auszuweisen und damit der Böllerei ein Ende zu setzen.

Wir rufen alle Bürger dazu auf, auf Feuerwerkskörper zu verzichten!

Schon 2019 sprachen sich 57 Prozent der Bevölkerung in einer repräsentativen Umfrage für ein Verbot von Pyrotechnik aus und lediglich 36 Prozent waren dagegen. Handelsunternehmen fordern wir auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst zu nehmen und auf den Verkauf von Pyrotechnik zu verzichten! Durch eine Händlerumfrage haben wir diesen Sommer ermittelt, welche Händler ihrer gemeinschaftlichen Verantwortung bereits nachkommen. Wir freuen uns, dass bereits 2019 erste Handelsunternehmen entschieden haben, Pyrotechnik aus ihrem Handelsangebot zu streichen – darunter die gesamte Baumarktkette Hornbach sowie Einzelhändler von Edeka und Rewe. Weitere Informationen finden Sie in unserer ökologischen Händlerauswertung.

Händlerampel

In folgenden Städten sind wir bereits aktiv:

Augsburg, Berlin, Bretten, Darmstadt, Duisburg, Essen, Esslingen, Frankfurt, Freiburg, Kassel, Köln, Leipzig, Lübeck, Lünen, Mainz, Mülheim an der Ruhr, Pforzheim, Potsdam, Schiffdorf, Schwerte, Stuttgart, Teltow, Waiblingen und Waldburg.

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