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Berlin. Die Corona-Infektionszahlen steigen zur Zeit dynamisch an. Es ist nun wichtig, Kontakte möglichst zu reduzieren. Diese Regeln haben Bund und Länder gemeinsam beschlossen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist in den letzten Wochen stark gestiegen. Um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und die Wirtschaft nicht stärker zu gefährden, ist es erforderlich, die Zahl der Kontakte in der Bevölkerung gezielt da zu reduzieren, wo besondere Ansteckungsgefahren bestehen. Die Regelungen hierzu finden Sie im Bund-Länder-Beschluss vom 14. Oktober 2020.

Ziel allen staatlichen Handelns in den kommenden Wochen wird es bleiben, die Infektionsdynamik in Deutschland unter Kontrolle zu halten. Der Maßstab dafür ist, dass die Inzidenz in allen Regionen Deutschlands unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche liegt oder nach Ausbrüchen zügig wieder unter diese Schwelle gesenkt wird. Für letzteres ist die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Hotspot-Strategie das geeignete Mittel, die dazu gefassten Beschlüsse gelten weiter.

Bei 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tage sollen lokale Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehören insbesondere die Erweiterungen der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, die Einführung von Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf zehn Personen und die verbindliche Einführung der Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomiebetriebe einschließlich eines generellen Außenabgabeverbotes von Alkohol. Kommt der Anstieg der Infektionszahlen nicht binnen zehn Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungen unvermeidlich.

Die Verabredungen aus dem Gespräch der Bundeskanzlerin mit den Bürgermeistern und den Oberbürgermeistern und Oberbürgermeisterinnen der elf größten Städte in Deutschland am 10. Oktober 2020 gelten weiter.

Die jeweiligen Verordnungen und Allgemeinverfügungen, die in Ihrer Region gelten, finden Sie auf der Seite Ihres Bundeslandes.

Das gilt für das öffentliche Leben

Welche Regeln gelten für soziale Kontakte und öffentliche Bereiche?
Bundesweit gelten die Abstands- und Hygieneregeln weiter. Gerade jetzt im Herbst und in den Wintermonaten ist sehr konsequent auf die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu achten. Die Hygieneregeln sind stets einzuhalten und dort, wo es geboten ist, sind Alltagsmasken zu tragen. Hinzu kommt die dringende Empfehlung, die Corona-Warn-App zu nutzen und beim Aufenthalt mit mehreren Personen in geschlossenen Räumen regelmäßig zu lüften. Die Einhaltung dieser Regeln ist wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Eindämmung des Infektionsgeschehens.

Die Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, die Zahl der Menschen, zu denen sie Kontakt haben, gering zu halten und den Personenkreis möglichst konstant zu belassen.

Sobald die Neuinfektionen auf 50 pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage steigen, sollen lokale Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört die Einführung von Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf zehn Personen.

In bestimmten öffentlichen Bereichen wie im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt eine Maskenpflicht. Dies wird von den Ordnungsbehörden konsequent kontrolliert und sanktioniert. Einzelheiten hierzu finden Sie bei Ihrem Bundesland. Mehr zum Thema Schutzmasken lesen Sie hier. Hinweise zum richtigen Gebrauch von Alltagsmasken gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Was muss ich beachten, wenn ich einkaufen gehe?

Beim Einkauf müssen Auflagen zur Hygiene eingehalten, der Zutritt zum Geschäft gesteuert und Warteschlangen vermieden werden. So darf in Geschäften – abhängig von der Größe des Ladens – eine maximale Personenzahl (Kundschaft und Personal) nicht überschritten werden. Um das zu gewährleisten, sind viele Supermärkte dazu übergegangen, den Zutritt nur noch mit einem Einkaufswagen zu gewähren. Darüber hinaus gilt in allen Bundesländern eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung beim Einkaufen.

Darf mein Kind auf den Spielplatz? Was gilt für den Besuch im Zoo oder im zoologischen Garten?

Spielplätze, Tierparks und Zoos haben in vielen Bundesländern wieder geöffnet. Dabei sind Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Informationen, ob der Besuch in Ihrer Region erlaubt ist, finden Sie auf der Internetseite Ihres Bundeslandes.

Auch zoologische und botanische Gärten können unter Auflagen wieder geöffnet werden. Details regeln die Bundesländer. Hier geht es zur Internetseite Ihres Landes.

Was gilt für den Sport?

Der Sportbetrieb, insbesondere von Sportvereinen, wurde in den vergangenen Monaten schrittweise wieder aufgenommen. Die konkreten Schritte und aktuellen Verordnungen zum Sport regeln die Länder. Grundlage dabei sind unter anderem die Leitplanken des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) sowie die sportartspezifischen Übergangsregeln der Spitzenverbände.

Die Leitplanken des DOSB und weitere Informationen zum Sportbetrieb in Deutschland können Sie hier einsehen.

Die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien haben Mitte September beschlossen, Sportveranstaltungen mit begrenzter Zuschauerzahl möglichst bis zum Start der jeweiligen deutschen Profiligen beziehungsweise Pokalwettbewerbe zuzulassen. Grundlage für die Zulassung von Zuschauern zu bundesweiten Sportveranstaltungen sind die Hygienekonzepte der Deutschen Fußballliga und der Mitgliederverbände der Interessengemeinschaft Teamsport Deutschland sowie der zugehörigen Ligen.

Den Beschluss der CdS-AG Sportveranstaltungen können Sie hier einsehen.

Darf ich eine religiöse Einrichtung besuchen?

Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen können wieder stattfinden, soweit die Auflagen des Infektionsschutzes eingehalten werden. Das gilt auch für Weltanschauungsgemeinschaften.

Die allgemeinen Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Besondere religiöse Feste wie Taufen, Beschneidungen und Trauungen ebenso wie Trauergottesdienste dürfen im kleinen Kreis stattfinden. Auf religiöse Handlungen, die große Besucherzahlen anziehen, ist zu verzichten (zum Beispiel Wallfahrten oder Prozessionen). Auch von Gemeinde- und Chorgesang sowie Orchesterbegleitung wird abgeraten.

Die Einzelheiten regeln die jeweiligen Bundesländer.

Das gilt für Gastronomie, Kultureinrichtungen und Veranstaltungen

Welche Regeln gelten für die Gastronomie?

Im Gaststätten- und Gastronomiebereich sind Abstände zwischen den einzelnen Tischen und Hygienekonzepte strikt einzuhalten. Es liegt in die Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger, bei Bar-, Restaurant- und Veranstaltungsbesuchen durch Angabe richtiger und vollständiger Personendaten und Kontaktinformationen ein schnelles Erkennen und Eindämmen von Corona-Ausbrüchen zu unterstützen. Werden falsche persönliche Angaben gemacht, können Ordnungsbehörden konsequent sanktionieren und ein Mindestbußgeld von 50 Euro von den Gästen erheben.

Darüber hinaus empfehlen Bund und Länder, eine Sperrstunde in der Gastronomie einzuführen sowie zusätzliche Auflagen und Kontrollen. Sobald die Neuinfektionen auf 50 pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage steigen, wird verbindlich eine Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomiebetriebe eingeführt einschließlich eines generellen Außenabgabeverbotes von Alkohol.

Details regeln die Länder in eigener Verantwortung.

Sind Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten wieder geöffnet?

Museen, Ausstellungen und Galerien sowie Gedenkstätten können unter Auflagen wieder geöffnet werden.

Wann dürfen Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos wieder öffnen?

Über die schrittweise Öffnung von Theatern, Opern, Konzerthäusern und Kinos entscheiden die Länder eigenständig und mit Blick auf die Entwicklung der Neuinfektionen in ihrer Region.

Sind kleinere öffentliche oder private Veranstaltungen oder Feiern erlaubt?

Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten notwendig und mit Blick auf das Infektionsgeschehen vertretbar sind.

Bei steigenden Infektionszahlen und spätestens ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche gilt eine Teilnehmerbegrenzung bei privaten Feierlichkeiten. Diese liegt bei 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum. Weiterhin wird eine ergänzende Maskenpflicht dort eingeführt, wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen.

Steigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen auf 50 pro 100.000 Einwohnern, sollen lokale Maßnahmen ergriffen werden. Bei Feiern werden die Teilnehmerzahlen auf zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum begrenzt. Dazu kommen Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf zehn Personen und weitergehende Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Veranstaltungen auf 100 Personen.

Was gilt für Großveranstaltungen?

Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, sollen mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.

Das gilt für Kita und Schule

Was gilt für den Kita-Betrieb?

Mit Beginn des neuen Kita-Jahres ist in ganz Deutschland wieder weitgehend der Regelbetrieb gestartet. Laut Bundesfamilienministerin Giffey ist es Ziel aller Verantwortlichen, erneute flächendeckende Schließungen von Kitas und Kindertagespflege zu vermeiden. Die Umsetzung der Kinderbetreuung ist Ländersache. Der Bund unterstützt die Maßnahmen der Länder. Die Einzelheiten zum Übergang der Kinderbetreuung in den Regelbetrieb können Sie bei Ihrem Bundesland nachlesen.

Welche Regelungen gelten für Schulen?

Seit Ende der Sommerferien gibt es wieder Präsenzunterricht in den Schulen – soweit möglich unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Die jeweiligen Regelungen – zum Beispiel zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen – treffen die Bundesländer.

Um die Digitalisierung des Lehrens und Lernens weiter voranzutreiben, hat der Bund seine Investitionen in den „Digitalpakt Schule “ auf 6,5 Milliarden Euro aufgestockt.

Informationen zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Ihrer Region finden Sie auf der Internetseite Ihres Bundeslandes.

Muss ich mein Kind in die Schule schicken, wenn es oder eine andere Person unseres Haushalts zur Risikogruppe gehört?

Grundsätzlich besteht in Deutschland Schulpflicht. Gehört eine Schülerin oder ein Schüler selbst zur Risikogruppe, muss in der Regel ein ärztliches Attest vorgelegt werden, das belegt, dass ein Schulbesuch derzeit nicht möglich ist. Ein ähnliches Vorgehen empfiehlt sich, wenn Angehörige aus dem Haushalt des Kindes, beispielsweise Eltern oder Geschwister, zu einer Risikogruppe gehören. Gegebenenfalls besteht dann die Möglichkeit, ausschließlich an digitalem Schulunterricht teilzunehmen.

Die konkreten Regelungen fallen in die Zuständigkeit der Länder und können variieren. Deshalb empfiehlt es sich dringend, die Frage nach einer Befreiung vom Präsenzunterricht vor Ort abzuklären. Hier geht es zur Internetseite Ihres Bundeslandes.

Das gilt für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen

Was gilt für den Umgang mit Kollegen und Kunden im Unternehmen?

Unternehmen sind verpflichtet, auf Grundlage der jeweils aktuellen Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept zu entwickeln und umzusetzen. Dabei gilt es, nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden zu vermeiden, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu minimieren. Darüber hinaus sind die Unternehmen weiterhin aufgefordert, wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit zu ermöglichen.

Welche Schutzmaßnahmen gelten für Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen?

Kranke oder pflegebedürftige Menschen, Senioren und Menschen mit Behinderung sind besonders gefährdet. Deshalb haben Bund und Länder vereinbart, dass für Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen besondere Schutzmaßnahmen gelten sollen. Diese sind von den jeweiligen Institutionen entsprechend der lokalen Gegebenheiten und unter Hinzuziehung von externem Sachverstand zu bestimmen. Damit die Besuchsbeschränkungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen, gilt: Wiederkehrender Besuch durch eine definierte Person ist erlaubt, solange es keine Covid-19-Fälle in der Einrichtung gibt.

Diese Informationen gelten für Reisende

Was ist bei Reisen innerhalb Deutschlands zu beachten?

Bund und Länder fordern eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger auf, nicht erforderliche innerdeutsche Reisen in Gebiete und aus Gebieten heraus, die die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigen, zu vermeiden.

Touristisch Reisende aus einem Risikogebiet sollen nur dann in einem Beherbergungsbetrieb untergebracht werden dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. Fünf Bundesländer gaben am 7. Oktober Zusatzerklärungen ab. Hier finden Sie den Beschluss im Wortlaut. Die Regelungen der Bundesländer bezüglich der Beherbergung für Reisende aus besonders betroffenen Gebieten werden im Lichte der Erfahrungen und des weiteren Verlaufs des Infektionsgeschehens zum Ende der Herbstferien am 8. November neu bewertet. Auf dieser Grundlage soll eine möglichst einheitliche Anschlussregelung erarbeitet werden.

Aufgrund einzelner lokaler Ausbrüche im Sommer hatten Bund und Länder am 26. Juni beschlossen, dass Reisende aus betroffenen Regionen innerhalb Deutschlands nur in Beherbergungsbetrieben untergebracht werden dürfen, wenn sie über ein ärztliches Attest verfügen. Dieses muss bestätigen, dass keine Anzeichen für eine Infektion vorliegen. Bitte prüfen Sie vor Reiseplanungen, welche Regelungen für Ihre Region und für Ihr Reiseziel gelten. Bei allen eventuellen Reisen sind die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln einzuhalten.

Was gilt für Reiserückkehrende und Einreisende nach Deutschland?

Detaillierte Informationen für Reiserückkehrer und Einreisende nach Deutschland sowie zum grenzüberschreitenden Verkehr, erhalten Sie übersichtlich aufbereitet in den Informationen für Reisende und Pendler.

Weitere Antworten des BMI auf häufig gestellte Fragen zu den Reisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen, Grenzkontrollen und weiteren Themen in Zeiten der Corona-Pandemie finden Sie in den Fragen und Antworten des Bundesinnenministeriums oder auf den Webseiten der Bundespolizei.

Was ist bei Reisen ins Ausland zu beachten?

Seit dem 1. Oktober gelten weltweit individuelle Reisehinweise. Eine Reisewarnung gilt dann automatisch für solche Gebiete, die als Corona-Risikogebiete ausgewiesen sind. Hier geht es zu den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes. Aufgrund lokaler Ausbrüche in Deutschland kann es zum Teil für manche Regionen wieder zu Einschränkungen kommen. So kann es für die Einreise aus einer solchen Region in manche Staaten beispielsweise erforderlich sein, ein ärztliches Zeugnis über einen negativen SARS-Cov-2-Test vorzuweisen. Bitte prüfen Sie vor Reiseplanungen, ob für Ihr Reiseziel gesonderte Regelungen gelten.

Aktuelle Informationen zum jeweiligen Reiseland finden Sie außerdem in der Reise-App Sicher Reisen. Auch bei der EU-Kommission können Sie prüfen, welche Corona Regelungen jetzt an Ihrem Reiseziel gelten: auf der Website re-open Europa.

Das gilt im Krankheitsfall

Wann sollte ich ärztlichen Rat einholen?

Man sollte sich an einen Arzt wenden, wenn

  • man in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu einem Erkrankten hatte, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde,
  • man in einem Gebiet war, in dem es bereits zu vielen COVID-19 Erkrankungen gekommen ist,
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber),
  • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (zum Beispiel im Krankenhaus oder in der Altenpflege).

Wenn der Arzt oder die Ärztin eine Testung empfiehlt oder vornimmt, sollte man sich selbst isolieren, das heißt zu Hause bleiben und soziale Kontakte vermeiden.

Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollte sich unverzüglich telefonisch an das Gesundheitsamt wenden  – auch wenn keine Krankheitszeichen erkennbar sind. Das zuständige Amt lässt sich über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) finden.

Wer sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat, sollte – auch wenn er keine Krankheitszeichen hat – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Welche Regeln gelten für die Quarantäne?

Die häusliche Quarantäne ist eine Schutzmaßnahme und soll verhindern, dass Sie andere Personen anstecken und so das Coronavirus weiterverbreiten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Hinweise des Gesundheitsamtes genau befolgen:

  • Verlassen Sie nicht Ihr Zuhause!
  • Empfangen Sie keinen Besuch!
  • Messen Sie zweimal täglich Ihre Körpertemperatur und führen Sie Tagebuch über eventuelle Krankheitszeichen. Notieren Sie, wenn Sie zu einer anderen Person persönlichen Kontakt hatten.

Das Gesundheitsamt wird sich regelmäßig nach Ihrem Gesundheitszustand erkundigen.

Wenn Sie mit Ihrer Familie oder anderen Personen in einem Haushalt leben, rät das Bundesamt für Katastrophenschutz und Bevölkerungshilfe dazu, sich nach Möglichkeit räumlich getrennt von den anderen Haushaltsmitgliedern aufzuhalten. Halten Sie die Abstands- und Hygieneregeln ein und lüften Sie die Wohnung regelmäßig. Teilen Sie Haushaltsgegenstände wie Geschirr und Wäsche nicht mit anderen Personen und säubern Sie Oberflächen und Gegenstände, mit denen Sie in Berührung kommen, gründlich.


Warum gibt es zum Teil unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern?
Die Leitlinien zur Bewältigung der Corona-Pandemie haben Bund und Länder gemeinsam beschlossen. Sie gelten einheitlich in allen Bundesländern. Nach dem föderalen Prinzip, wonach die Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern aufgeteilt sind, erlassen die Länder in ihrer Zuständigkeit die konkreten Regelungen. Für den Vollzug wiederum sind dann die örtlichen Verwaltungsbehörden zuständig. Regionale Besonderheiten und epidemiologische Lagen – nicht alle Regionen sind gleich stark vom Virus betroffen – machen es notwendig, dass die Länder und Landkreise bedarfsgerecht und zügig auf die jeweilige Situation vor Ort reagieren. Deswegen kann es in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Regelungen geben.

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