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St. Martinsumzüge nur mit Mund-Nasen-Schutz
Offenbach am Main. Auf den üblichen Halloween-Spaß und Umzüge zu St. Martin sollte in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie verzichtet werden. Wenn Laternenumzüge stattfinden, sollten besondere Schutzmaßnahmen beachtet werden: Neben dem Einhalten aller Abstandsregeln sollten alle Teilnehmende ab 6 Jahre einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Es wird zudem dringend geraten, auf das Singen zu verzichten.

Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke: „Die Zahl der Neuinfektionen steigt jetzt mit Beginn des Herbstes deutlich an: in allen Altersgruppen und überall in unserer Region. Doch nicht nur das: Auch die Zahl der Menschen in den Krankenhäusern steigt wieder. Inzwischen sind im Rhein-Main-Gebiet schon 50 Prozent der aktuell verfügbaren Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Und: Alleine im Oktober sind bereits sechs Personen in Offenbach an Corona gestorben. Leider ist der Herbst anders als der Sommer, als uns das Virus zumindest eine kleine Atempause gegönnt hat.“

Gesundheitsdezernentin Sabine Groß betonte: „Im Sommer kam es kaum zu Übertragungen unter freiem Himmel, weil die UV-Strahlen der Sonne die Viren schnell abtöteten. Das Virus war zwar immer noch da, aber es konnte sich nicht so leicht verbreiten wie jetzt im Herbst, wo es dunkler und kühler wird. Deshalb müssen wir uns jetzt alle wieder voll und ganz darauf konzentrieren, allen vermeidbaren Risiken aus dem Weg zu gehen. Ansonsten laufen wir in eine unkontrollierbare Situation für die Gesundheitsämter und Kliniken hinein. Dann bestünde die Gefahr, dass auch Nicht-Covid-Patienten nicht mehr optimal medizinisch versorgt werden könnten.“

Die Stadt Offenbach wird Halloween nicht formal-rechtlich regulieren, sie rät aber angesichts der aktuellen Infektionszahlen und der Tatsache, dass in aller Regel eine enge Begegnung an der Wohnungstür mit Übergabe von Süßigkeiten Teil von Halloween ist, dringend davon ab, in diesem Jahr Kinder von Haus zu Haus zu schicken. Wer trotzdem an der Haustür Süßes einfordert, sollte dies unbedingt kontaktlos tun. Er muss zudem beachten, dass sich im öffentlichen Raum derzeit nur 3 Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder lediglich die Angehörigen aus zwei Haushalten aufhalten und bewegen dürfen. Außerdem gilt: Bei Gesichtsmasken von Geister-, Skelett- oder anderen Kostümen handelt es sich wegen vorhandener Atemlöcher, durch die die Aerosole ungefiltert durchgehen können, in aller Regel nicht um einen Mund-Nase-Schutz. Die Stadt Offenbach weist daher nochmal auf ihre dringende Empfehlung hin, im gesamten Stadtgebiet freiwillig einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, der Mund und Nase vollständig bedeckt.

Auf Grund der besonderen historischen Verwurzelung der Martinsumzüge in Deutschland und der Tatsache, dass ein solcher Umzug auch kontaktlos stattfinden kann, weist die Stadt Offenbach für die Laternenumzüge auf die Notwendigkeit hin, besondere Schutzmaßnahmen zu beachten: Neben dem Einhalten aller Abstandsregeln sollten alle Teilnehmende ab 6 Jahre einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch wenn es neben dem Licht eigentlich ein wichtiger Teil des Brauches ist, wird zudem geraten, aus Vorsichtsgründen auf das Singen zu verzichten. Organisierte Umzüge gelten rechtlich wie eine öffentliche Veranstaltung. Nach aktueller Verfügungslage dürften daran in Offenbach dann grundsätzlich bis zu 100 Personen teilnehmen. Die aktuelle Allgemeinverfügung läuft zum 1. November aus und wird durch eine neue Allgemeinverfügung ersetzt werden, die an die Lage zum Ende nächster Woche angepasst sein wird.

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