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Erfurt. Bereits im September dieses Jahres machte der Museumsverband Thüringen darauf aufmerksam, dass durch die Corona-Krise rückläufige Besucherzahlen der Museen zu verzeichnen sind und es durch die Corona-Auflagen zu verschobenen oder gar geplatzten Ausstellungseröffnungen gekommen sei. In mehreren kulturträchtigen Städten wie Düsseldorf oder Bremen existieren sogenannte „ArtCards“, die eine engere Vernetzung der Museen untereinander fördern und insgesamt noch mehr Menschen zu regelmäßigen Museumsbesuchen animieren. Aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag geht hervor, dass die Landesregierung solch ein Vorgehen als „nicht zweckmäßig“ erachtet.

Tosca Kniese, kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, erklärt hierzu:

„Die Antwort der Landesregierung zeigt ganz offen, wie wenig die Landesregierung geneigt ist, die Kulturbranche in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Die Bürger, die durch die Krise stark verunsichert sind und am kulturellen Leben kaum mehr teilnehmen, könnten durch eine Kultur-Jahreskarte nicht nur an den Eintrittsgeldern sparen, sondern vor allem ermuntert werden, trotz Corona Kultur zu leben. Auch dass die Landesregierung eine solche Karte in der Form der ‚ThüringenCard‘ nur Touristen an einer bestimmten Anzahl von Tagen im Jahr zugutekommen lässt, zeigt, wie wenig Wertschätzung seitens der Landesregierung für die Bürger dieses Landes besteht.“

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