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Berlin. Am heutigen Montag ist die Pilotphase für das länderübergreifende digitale Angebot für die Beantragung von Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gestartet. BAföG-berechtigte Studierende in Berlin sowie Schülerinnen und Schüler im Zuständigkeitsbereich der Berliner Ämter für Ausbildungsförderung können damit BAföG-Leistungen stark vereinfacht und vollständig digital beantragen. Die Einführung eines länderübergreifenden BAföG-Online-Antrages dient der vereinheitlichten und schnelleren Antragsstellung und soll künftig zu einer Erhöhung der Antragszahlen führen sowie Zeit bei der Bearbeitung sparen.

Das Land Berlin ist neben Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt eines der fünf Bundesländer, die bereits in der Pilotphase ab Ende Oktober dabei sind. Am 18. August 2020 hatte der Berliner Senat der entsprechenden Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern zugestimmt.

Die Einführung des BAföG-Online-Antrags wird im Rahmen der Verpflichtung zur Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen durch das Onlinezugangsgesetz (OZG) umgesetzt. Bund, Länder und Kommunen müssen dem Gesetz zufolge bis Ende 2022 ihre wesentlichen Verwaltungsleistungen über Portale auch im Netz anbieten.

Unter der Federführung des Landes Sachsen-Anhalt und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) haben die Projektpartnerinnen die Digitalisierung des BAföG-Antrages als Leuchtturmprojekt für die Digitalisierungsvorhaben im Themenbereich Bildung priorisiert.

Der jetzt unter www.bafög-digital.de zur Verfügung stehende Online-Antrag wurde mit Unterstützung eines IT Dienstleisters in einem Digitalisierungslabor entwickelt und vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat finanziert. Hierzu wurden Workshops, Befragungen und Tests mit Nutzerinnen und Nutzern durchgeführt und ausgewertet. Mithilfe ihres Feedbacks wurde eine moderne Anwendung geschaffen, die sich an zeitgemäßen Standards der Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit orientiert. Eine digitale Antragsassistenz sorgt beispielsweise dafür, dass die Anträge weniger fehleranfällig sind. Jede Information muss nur einmal eingetragen werden, Daten liegen in einem einheitlichen maschinenlesbaren Format vor und die responsiv gestaltete Anwendung ist auf unterschiedlichen Endgeräten wie Computer oder Smartphone nutzbar. Verständliche Hilfetexte stehen bei der Antragstellung zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit die Erinnerungsfunktion für Folgeanträge zu nutzen sowie die Status-Anzeige, die über den Status des Antrags informiert.

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