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Berlin. Die Einschätzung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI), dass der bundesweite Warntag am 10. September 2020 fehlschlug, erläutert die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/23413) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/23018). Danach bezieht sich diese Einschätzung „auf die verzögerte Übermittlung der Probewarnung der Warnzentrale des Bundes an die Warnmultiplikatoren“.

Nach aktuellen Angaben des Dienstleisters sei ein Designfehler in der Anwendungssoftware des Modularen Warnsystems (MoWaS) Hauptgrund für die Verzögerung gewesen, heißt es in der Antwort weiter. In Erwartung der bundesweiten Warnmeldung aus der Warnzentrale hätten „mehrere Hundert Nutzer der MoWaS-Stationen im MoWaS-Posteingang kontinuierlich auf ,Aktualisieren‘ geklickt“.

Als die Meldung der Warnzentrale nicht um 11:00 Uhr im Posteingang der MoWaS-Stationen abgebildet gewesen sei, sei die Aktualisierung fortgesetzt worden. Nach Angaben des Dienstleisters habe der Designfehler bewirkt, dass die durch das Aktualisieren ausgelöste kontinuierliche Datenbankabfrage das System überlastet hat. Als weitere Gründe für die Verzögerung der Meldungsübermittlung in MoWaS nenne der Dienstleister das hohe Meldungsaufkommen durch eine Vielzahl lokal ausgelöster Warnmeldungen „sowie die Größe der Bundesmeldung, die einen Fehlerstatus im System verursachte.“

Die Beseitigung der am bundesweiten Warntag zu Tage getretenen Mängel in der MoWaS-Infrastruktur sei bereits am 10. September 2020 eingeleitet worden, führt die Bundesregierung ferner aus. Welche weiteren Maßnahmen zu ergreifen seien, sei im Rahmen einer gemeinsamen Auswertung des bundesweiten Warntages von Bund und Ländern zu prüfen.


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