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verhandeln über Beitrag zur Bewältigung der Corona-Schäden

• Martin Seiler: „Beitrag von allen gefragt“
• Matthias Platzeck als erfahrener Schlichter
• Intelligente Lösungen gesucht, die auch den Wachstumskurs „Starke Schiene“ sichern

Berlin. Nachdem in der vergangenen Woche das Schlichtungsverfahren mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eingeleitet wurde, tagt an diesem Donnerstag erstmals die Schlichtungskommission. Das Gremium wird geleitet von Matthias Platzeck, der von beiden Parteien als Schlichter benannt wurde.

Martin Seiler, DB-Vorstand Personal und Recht: „Wir begrüßen, dass DB und GDL diese Woche mit dem Schlichtungsverfahren unter Leitung des erfahrenen Schlichters Matthias Platzeck beginnen. Wir haben damit in der schwersten Krise der DB ein bewährtes Verfahren angestoßen. In den nächsten Wochen erwarten wir konstruktive Verhandlungen, um eine Lösung mit der GDL für einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Schäden zu vereinbaren.“

Im September hatte sich die DB bereits mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf ein ausgewogenes Tarifpaket geeinigt. Es war ein umfassendes, zukunftsweisendes Tarifpaket, das unter anderem moderate Lohnsteigerungen, einen verbesserten Kündigungsschutz sowie die Verlängerung von Regelungen für Kinderbetreuung und Pflege in Corona-Zeiten vorsieht.

Seiler: „Es ist unbestreitbar, dass Corona auch bei der DB erhebliche Schäden verursacht hat, bei deren Bewältigung ein solidarischer Beitrag von allen gefragt ist. Es handelt sich daher nicht um eine vorgezogene reguläre Tarifrunde, sondern um eine durch Corona verursachte Sondersituation. Unser Ziel ist es, intelligente Lösungen zu finden, die auch unseren Wachstumskurs der Starken Schiene sichern.“

Angesichts der beträchtlichen ökonomischen Schäden sei eine zeitnahe Einigung auch mit der GDL geboten.

Grundlage für das Schlichtungsverfahren ist der Tarifvertrag zur Regelung von Grundsatzfragen aus dem Jahr 2015. Das Schlichtungsverfahren kann bis zu drei Wochen dauern und um eine Woche verlängert werden. Beide Seiten haben während der Schlichtung Stillschweigen vereinbart. Platzeck war bereits 2015 und 2017 erfolgreich als Schlichter in Verhandlungen mit der GDL aktiv.

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