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Befürchtete Infektionswelle bei den „Kleinen Strolchen“ bestätigt sich nicht
Betroffene Gruppe bleibt vorsichtshalber in Quarantäne
Sechs Neuinfektionen in anderen Orten des Saale-Orla-Kreises

Schleiz. In den zurückliegenden 48 Stunden wurden im Saale-Orla-Kreis sechs weitere Neuinfektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 registriert. Betroffen sind jeweils drei Männer und Frauen, die sich auf das Einzugsgebiet der Städte Saalburg-Ebersdorf und Schleiz (2) sowie der Verwaltungsgemeinschaften Seenplatte und Ranis-Ziegenrück (2) verteilen. Einen direkten Zusammenhang gibt es nur bei zwei der Neuinfektionen, die sich beide auf einen bereits in der Vorwoche registrierten Fall zurückführen lassen.

Entwarnung gibt es unterdessen in Neustadt. Eine Mitarbeiterin des Kindergartens „Kleine Strolche“, die später positiv getestet wurde, erschien in der vergangenen Woche trotz Krankheitssymptomen für einen Tag auf Arbeit. Infolge dessen wurden am Montag zwölf Kinder der betroffenen Gruppe sowie drei weitere Kita-Beschäftigte auf das Corona-Virus getestet und umgehend in Quarantäne geschickt. Die Testergebnisse liegen nun vor und sind durchweg negativ.

Zur Vorbeugung bleiben die ermittelten Kontaktpersonen dennoch in Quarantäne. „Ein negativer Test hebt die vom Gesundheitsamt angewiesene Quarantäne nicht auf. Theoretisch könnte sich trotzdem jemand angesteckt haben. Die Quarantäne ist das effektivste Mittel, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, erklärt Amtsarzt Dr. Torsten Bossert. Aus diesem Grund wird die 14-tägige Quarantäne gemäß der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für die getesteten Kinder und Mitarbeiter aufrechterhalten. Weitere Testungen würden jedoch nur im Falle des Auftretens von Krankheitssymptomen veranlasst.

Wie die Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Träger des Kindergartens informiert, läuft der Betrieb in allen übrigen Gruppen normal weiter. „Die Zusammenarbeit mit der Awo hat gut geklappt, so dass wir schnell handeln konnten und trotz der nachvollziehbaren Verunsicherung mancher Eltern keine übermäßige Hektik aufkam“, lobt Dr. Torsten Bossert.

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