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Offenbach am Main. Offene Fragen ergeben sich oft aus Details. So wie die Corona-Verordnungen des Landes Hessen stets durch Auslegungshinweise ergänzt werden, informiert auch die Stadt Offenbach über Fragen, die sich aufgrund der aktuell gültigen Allgemeinverfügung ergeben. Viele Nachfragen betreffen vor allem die Vereinsarbeit oder berufliche Zusammenkünfte.

Dienstliche Zusammenkünfte:

Von den derzeitigen Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum sowie für private Zusammenkünfte (max. 3 Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder ausschließlich Angehörige aus zwei Haushalten) ausgenommen sind grundsätzlich Zusammenkünfte von Personen, die aus geschäftlichen, beruflichen, dienstlichen, schulischen oder betreuungsrelevanten Gründen unmittelbar zusammenarbeiten müssen, sowie Sitzungen und Gerichtsverhandlungen. Diese Regelung entspricht Paragraph 1, Absatz 2, , der aktuellen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung des Landes Hessen, der durch die Allgemeinverfügung der Stadt nicht tangiert wird.

Für Treffen von Vereinsvorständen, Aufsichtsräten oder Arbeitsgruppen sowie für weitere Anlässe wie Eigentümerversammlungen gilt daher: Diese können auch mit bis zu 100 Personen (angelehnt an die Regelung für organisierte öffentliche Veranstaltungen) stattfinden, sofern sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt unbedingt stattfinden müssen. Die Stadt Offenbach empfiehlt jedoch dringend zu prüfen, ob diese Treffen verschoben werden oder alternativ telefonisch oder per Videoschaltung erfolgen können. Obligatorisch ist die Einhaltung des Mindestabstands, gutes Durchlüften der Räume während der Veranstaltung sowie das Führen einer Teilnehmerliste mit allen wichtigen Kontaktdaten (Name, Adresse und vor allem telefonische Erreichbarkeit), damit dem Gesundheitsamt bei Bekanntwerden einer Infektion innerhalb des Teilnehmerkreises kein unnötiger Zusatzaufwand in der Kontaktnachverfolgung entsteht. „Es ist wichtig, dass das Gesundheitsamt sehr schnell alle Kontaktpersonen erreichen und unter Quarantäne stellen kann“, teilt Gesundheitsdezernentin Sabine Groß mit.

Tagungen und Konferenzen etwa von Berufsverbänden fallen ebenfalls in die Kategorie beruflicher Zwecke und dürfen mit bis zu 100 Teilnehmenden stattfinden. Veranstaltungen über 100 Teilnehmende benötigen hingegen eine Einzelgenehmigung durch das Stadtgesundheitsamt. Als dienstliche Zusammenkunft gilt auch die ehrenamtliche Vereinsarbeit. Zur Unterscheidung: „Privat“ sind Anlässe insbesondere dann, wenn sie persönlicher Natur sind (Geburtstag, Kommunion, geselliges Beisammensein etc.).

Trauerfeiern:

Die Anzahl der Teilnehmenden an Trauerfeiern auf den städtischen Friedhöfen bemisst sich weiterhin an der Größe der gebuchten Trauerhalle. Genauere Informationen teilt die Friedhofsverwaltung auf Nachfrage mit. Die Einschränkungen, die für private Zusammenkünfte wie Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten gelten, betreffen somit vorerst nicht das Geländes des Friedhofes, um den Angehörigen weiterhin auch in größerer Anzahl die Möglichkeit zum Abschiednehmen zu geben, da dies schlicht und ergreifend nicht auf einen anderen Termin verschoben werden kann.

Die Stadt weist aber ausdrücklich darauf hin, dass sich eine erst jüngst an Corona verstorbene Person aus Offenbach bei einer Beerdigung unter freiem Himmel angesteckt hat. Der Herbst ist nicht mehr so wie der Sommer, in dieser Jahreszeit kann es auch wieder leichter zu Ansteckungen unter freiem Himmel kommen. Auch bei Traueranlässen muss deshalb auf den Mindestabstand zwischen Personen aus unterschiedlichen Haushalten geachtet werden. Außerdem ist das Führen einer Teilnehmerliste mit allen Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) obligatorisch. Wichtig: Nach dem Verlassen des Friedhofes gelten für private Trauerfeiern die gleichen Regeln wie für alle anderen privaten Feiern (also maximal 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten).

Regelungen für den Sport:

Sportliche Wettkämpfe dürfen bis einschließlich 1. November streng juristisch dann stattfinden, wenn sie von nicht mehr als 3 Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder Angehörigen aus zwei Haushalten ausgetragen werden. Das ist die einheitliche Regelung für den öffentlichen Raum, den Sport und die Gastronomie. Untersagt sind hingegen alle Mannschaftswettkämpfe im Amateurbereich, wenn die Teilnehmer am Wettkampf nicht lediglich aus den Angehörigen aus zwei Haushalten oder aus 3 Personen aus unterschiedlichen Haushalten bestehen. Theoretisch wäre also zum Beispiel ein Speerwurf-Wettkampf mit zwei Teilnehmern und einem Schiedsrichter erlaubt, ein Einzel-Tischtennis mit Schiedsrichter auch. Klar ist aber neben den juristischen Feinheiten das Ziel: Kontakte sollen reduziert und wo immer möglich vermieden werden.

Die Umkleiden im Waldschwimmbad und im Becken der Marienschule dürfen weiterhin geöffnet bleiben, da es den Schwimmerinnen und Schwimmern weiterhin möglich sein muss, ihre nasse Badekleidung nach dem Schwimmen außerhalb des Schwimmbereiches zu wechseln. Allerdings wird die Zahl der Personen, die sich in der Umkleide aufhalten dürfen beschränkt. Ein Aushang weist darauf hin. Die Duschen sind in beiden Schwimmbädern geschlossen.


nr_53 hessen corona okt 2020
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