Screenshot. Quelle: https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4
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Allgemeine aktuelle Einordnung

Berlin. Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau Ende August und Anfang September ist aktuell in fast allen Bundesländern ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung zu beobachten. Der Anteil der COVID-19 Fälle in der älteren Bevölkerung nimmt aktuell leicht zu.

Die berichteten R-Werte liegen seit Anfang Oktober deutlich über 1. Bundesweit gibt es in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen, u.a. größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis und in Betrieben. Es werden auch wieder vermehrt COVID-19-bedingte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet.

Der Anteil der Verstorbenen unter den seit der 30. Kalenderwoche gemeldeten COVID-19-Fällen liegt kontinuierlich unter 1% und hat damit im Vergleich zum Infektionsgeschehen im Frühjahr, insbesondere im April, deutlich abgenommen (vgl. Lagebericht vom 13. Oktober 2020).

Eine mögliche Veränderung des Virus, die zu einem milderen Verlauf führt, wird jedoch nicht als Ursache hierfür gesehen. Stattdessen gibt es für den niedrigeren Anteil an Verstorbenen verschiedene Gründe: Einerseits sind unter den Fällen derzeit vor allem jüngere Menschen, die meist weniger schwer erkranken. Andererseits werden durch die breite Teststrategie auch vermehrt milde Fälle erfasst.

Aktuell nehmen jedoch die Erkrankungen unter älteren Menschen wieder zu. Da diese häufiger einen schweren Verlauf durch COVID-19 aufweisen, steigt ebenso die Anzahl an schweren Fällen und Todesfällen. Diese können vermieden werden, wenn wir mit Hilfe der Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung des SARS-CoV-2 -Virus verhindern. Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, z.B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent – auch im Freien – einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt. Menschenansammlungen – besonders in Innenräumen – sollten möglichst gemieden und Feiern auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt bleiben.

Aktuelle Lage/Situationsberichte können hier eingesehen werden. Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu COVID-19 finden Sie unter: www.rki.de/covid-19-faq.

Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Risikogebiete werden regelmäßig situationsabhängig angepasst. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Risikogebiete auf unserer Internetseite.

Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet?

Am 15. Oktober 2020 trat die Verordnung zum Anspruch auf Testung mit einem direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kraft. Im Zuge dessen wurde auch die Nationale Teststrategie angepasst. Übergeordnetes Ziel der Nationalen Teststrategie ist weiterhin die Versorgung symptomatischer COVID-19-Fälle, der Schutz vulnerabler Gruppen sowie die Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Die Aktualisierung beinhaltet den zielgerichteten Einsatz von Antigen-Tests und die Ausweitung der Testung auf weitere Personengruppen.

Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

Bei den Informationen zum direkten und indirekten Erregernachweis von SARS-CoV-2 und zur Interpretation der Befunde wurden Erläuterungen zu Antigennachweisen ergänzt.

Häusliche Quarantäne (vom Gesundheitsamt angeordnet): Flyer für Kontaktpersonen
Dieser Flyer enthält Hinweise für nicht erkrankte Personen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne befinden.
Der Flyer ist als PDF-Datei zum Selbstausdrucken und als mobile Version verfügbar.

Monatsbericht der Corona-Kita-Studie veröffentlicht

Im Mai 2020 startete das Forschungsprojekt „Corona-KiTa“. Die Studie widmet sich Fragen der Herausforderungen und Bewältigung der Kindertagesbetreuung (KiTa1) während der Corona-Pandemie sowie der Frage, welche Rolle (KiTa-)Kinder bei der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2 spielen.

Gesamt-Übersicht an Publikationen zu SARS-CoV-2 /COVID-19 mit RKI-Beteiligung

Eine Gesamt-Übersicht an Publikationen mit RKI-Beteiligung ist auf über folgenden Link erhältlich.

SARS-CoV-2-Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)

Änderungen gegenüber der Version vom 2. Oktober 2020: Es wurden insbesondere das Kapitel zur Diagnostik überarbeitet sowie Änderungen in den Kapiteln „Immunität“ und „Tenazität“ vorgenommen.

Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei Infektionen durch SARS-CoV-2

Änderung gegenüber der Version vom 24.9.2020: Grundlegende redaktionelle Umstrukturierung. Änderung der Testung asymptomatischer Kontaktpersonen der Kategorie I als Einzelfallentscheidung. Änderung von täglicher auf regelmäßiger Kontakt bei Kontaktpersonen der Kategorie I. Aufnahme der Exposition im privaten Umfeld bei Kontaktpersonen der Kategorie III. Inhaltliche Anpassung zur Aussetzung der Kontaktpersonennachverfolgung bei Flugreisen prospektiv ab dem 20.10.2020.

Update der Corona Warn App

Das Release der Version 1.5 ermöglicht zwei neue Kernfunktionalitäten. Die CoronaWarnApp unterstützt das europäische Corona-App-Framework und startet somit die länderübergreifende Risikoermittlung. Ab Version 1.5 können Nutzerinnen und Nutzer, die ein positives Testergebnis in der App teilen, freiwillig auch Informationen zu ihren Symptomen übermitteln. Hier finden Sie weitere Informationen zur CWA, Kennzahlen, Antworten auf häufig gestellte Fragen und Links.

Projekt COSIK: Pilotphase COVID-19-Surveillance im Krankenhaus

Für die zeitnahe Einschätzung der Situation in den Krankenhäusern im Rahmen der aktuellen COVID-19-Pandemie hat das Robert Koch-Institut (RKI) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen, Charité Berlin, das Modul „COSIK“ (COVID-19-Surveillance in Krankenhäusern) entwickelt.

Corona-Schutz in Schulen: Alle 20 Minuten fünf Minuten lüften – Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und Kultusministerkonferenz

Das Umweltbundesamt (UBA) hat für die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Handreichung zum richtigen Lüften in Schulen erarbeitet. Darin geben die Expertinnen und Experten für Innenraumlufthygiene des UBA Empfehlungen, wie sich mit richtigem Lüften in Schulen das Risiko reduzieren lässt, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren. „Kern unserer Empfehlung ist, Klassenräume regelmäßig alle 20 Minuten für etwa fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern zu lüften“, so UBA-Präsident Dirk Messner. Auch zu Luftreinigern und anderen technischen Geräten gibt das UBA Empfehlungen. Die KMK hatte das UBA im Rahmen eines Fachgesprächs am 23.09.2020 zum Thema „Lüften in Schulräumen“ gebeten, die Handreichung zu erstellen. Sie wird nun über die Länder an alle Schulen in Deutschland verteilt.

Grippeweb Update

Die Ergebnisse von GrippeWeb zeigen für die Woche 41/2020, dass die Rate an akuten Atemwegserkrankung seit 4 Wochen nur langsam ansteigt. Die Rate befindet sich seit 6 Wochen unter den Vorjahreswerten. Jetzt mitmachen bei grippeweb.rki.de. Jede Erhöhung der Teilnehmerzahlen hilft, die Aussagekraft der Daten weiter zu verbessern.

Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz.

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

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