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Thema: Jena 1945: Endkriegsverbrechen – Besetzung – Wiedereröffnung der Universität

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Auch in Jena schwiegen seit dem 8./9. Mai 1945 die Waffen. Eine ungewisse Zukunft zwischen Hoffen und Bangen lag vor den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt, die am 13. April von amerikanischen Truppen vollständig besetzt worden war. Daran erinnert der Tag der Stadtgeschichte am 24. Oktober 2020 im Plenarsaal des Rathauses. Es handelt sich um die zehnte Veranstaltung dieser Art in unserer Stadt.

Grund genug für den Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche zurückzublicken: „Im vergangenen Jahr konnte ich den neunten Tag der Stadtgeschichte eröffnen. Es ging um den Herbst ´89, um eine Stadt im Ausnahmezustand, und viele Zeitzeugen nahmen an den Diskussionen teil. Ich hoffe auch in diesem Jahr, dass viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu lebhaften Diskussionen beitragen.“

„Mir ist das Format eines Tages der Stadtgeschichte aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt wohl vertraut, wo diese Veranstaltungsform schon seit einigen Jahren erfolgreich umgesetzt wird und dank digitaler Präsentationsmedien auch junge Leute anspricht“, ergänzte der Werkleiter von JenaKultur, Jonas Zipf.

Die Veranstaltung beginnt 10.00 Uhr. Geplant sind zwei Gesprächsrunden von jeweils max. zwei Stunden Dauer, die durch eine einstündige Pause unterbrochen werden, um die Lüftung des Raumes und Desinfektionsmaßnahmen zu gewährleisten.

Der erste Themenblock „Amerikanisches Intermezzo“ hinterfragt den Umgang der amerikanischen Besatzungsmacht mit den Besiegten unmittelbar nach dem Einmarsch der US-Truppen.

Nach der Pause stellt die zweite Gesprächsrunde auf der Basis belastbarer Quellen harte Fakten zum Besuch Walter Ulbrichts Anfang Juli 1945 in Jena vor.

Dazu bemerkte Jonas Zipf: „Erfreulicherweise bot unser Tag der Stadtgeschichte bereits in den letzten Jahren ein Forum, um kontrovers ausgetragene Debatten aufzugreifen, gerade auch mit Blick auf die wiederholten Umdeutungen in der Jenaer Denkmal- und Erinnerungskultur.“

Zum diesjährigen Tag der Stadtgeschichte ist eine Voranmeldung wichtig, nachdem entsprechende Einladungen ergingen.

Alle Gäste müssen während der Dauer dieser Veranstaltung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Teilnehmerkreis ist verpflichtet, das ausgelegte Infektionsschutzkonzept zur Kenntnis zu nehmen und dies durch Unterschrift in der Anwesenheitsliste zu bestätigen. Nach dem derzeitigen Stand der Infektionsschutz-Maßnahmen können 18 Gäste mit Mund-Nasen-Bedeckung im Plenarsaal Platz nehmen.

In Anbetracht der sehr begrenzten Teilnehmerzahl besteht für eine breitere Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Veranstaltung online wahrzunehmen. Der Tag der Stadtgeschichte wird auf der Website von jena.de und im Facebook Kanal von JenaKultur live gestreamt. Am Sonntag, dem 25. Oktober 2020, 14.00 Uhr, sendet JenaTV eine Aufzeichnung im Lokalfernsehen.

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