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Leipzig. Mit einer Haushaltsbefragung soll das Potenzial einer Markthalle auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz im Leipziger Zentrum ermittelt werden. Die Online-Befragung fließt in ein unabhängiges Gutachten mit ein, das prüfen soll, unter welchen Voraussetzungen und mit welchem Konzept eine Markthalle wirtschaftlich zu betreiben wäre. Neben den Bürgerinnen und Bürgern werden auch die Händler und Marktbeschicker befragt, zudem wird das Potenzial der Stadt und des Standortes untersucht.

Mit dem Markthallengutachten hat die Stadt das Fürther Befragungsunternehmen SK Standort & Kommune Beratungs GmbH beauftragt. Sie richtet sich an alle Haushalte in Leipzig sowie an Menschen, die zur Arbeit in die Stadt pendeln. Das Gutachten soll bis Ende des Jahres vorliegen, im ersten Quartal des kommenden Jahres in die politischen Gremien gehen – und schließlich zur Entscheidungsfindung des Stadtrates beitragen.

Unter dem Link https://www.sk-survey.de/865482 ist die Befragung ab Montag, 26. Oktober, bis einschließlich Sonntag, 15. November 2020, abrufbar. Die Fragen drehen sich vor allem um das aktuelle und künftige Einkaufsverhalten der Leipzigerinnen und Leipziger. Etwa zehn Minuten dauert die Beantwortung. Die Ergebnisse werden vom Befragungsunternehmen anonymisiert und dienen ausschließlich der städtischen Planung sowie statistischen Erhebungen.

Die Zentralmarkthalle auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz versorgte über mehr als fünfzig Jahre die Leipzigerinnen und Leipziger mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs. Sie entstand in den 1890er Jahren nach den Plänen des Stadtbaumeisters Hugo Licht, wurde im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und in den 1950er Jahren schließlich abgerissen.

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