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Jena. Jens Thomas (Die Linke) stellte für die Stadtratssitzung am 14. Oktober folgende Anfrage zum Infektionsschutz, EDV und Kontaktverfolgung in Schulen:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Ich frage Sie an:

1. Wie werden die Schulgebäude im Eigentum der Stadt Jena gegenwärtig den Anforderungen an den Infektionsschutz gerecht? An welchen Schulen gibt es Lüftungsanlagen, ist die Anschaffung von Luftfiltern geplant?
2. Ist die EDV in den Schulgebäuden im Eigentum der Stadt Jena darauf eingerichtet, dass im Falle des Distanzunterrichts auch die Schulcloud zum Einsatz kommen könnte und viele Lehrer zeitgleich auf die Netzwerke zugreifen wollen?
3. Wie schnell und im welchem Umfang werden im Fall von CoronaNeuinfektionen Mitschüler und Lehrer (Kontaktpersonen) durch wen informiert und getestet und innerhalb welcher Frist werden sie durch wen über das Testergebnis informiert, wie lange müssen die Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne?

Im Voraus Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Jens Thomas


Hier finden Sie die schriftliche Beantwortung der Stadtverwaltung:

Wie schnell und im welchem Umfang werden im Fall von Corona-Neuinfektionen Mitschüler und Lehrer (Kontaktpersonen) durch wen informiert und getestet und innerhalb welcher Frist werden sie durch wen über das Testergebnis informiert, wie lange müssen die Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne?

  • Bei Bekanntwerden eines COVID-19-Falles erfolgen unverzüglich die erforderlichen Ermittlungen durch die Mitarbeitenden des Fachdienst Gesundheit in enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schulleitung.
  • Die ermittelten Kontaktpersonen werden gemäß der RKI-Vorgaben kategorisiert. Nachfolgend werden die Kontaktpersonen 1. Grades kontaktiert und es findet eine individuelle Anhörung statt.
  • Kontaktpersonen 1. Grades müssen aktuell für 14 Tage nach dem letzten Kontakt zum Ursprungsfall in Quarantäne. Sollte sich diese Richtlinie ändern, wird dies vom Fachdienst Gesundheit kommuniziert. Für die betroffenen Eltern gibt es einen Informationsbrief. Ein Muster finden Sie im Anhang.
  • Eine Testung asymptomatischer Kontaktpersonen (Personen ohne COVID-19 -Symptome) erfolgt zwischen dem 6. und 7. Tag nach dem letzten Kontakt zum COVID-19-Fall. Ein negatives Testergebnis führt allerdings zu keiner Verkürzung der Quarantäne.
  • Der Umfang der Testungen ist abhängig vom COVID-19-Fall und seinen Kontakten im infektiösen Zeitraum (beginnend 48 Stunden vor der ersten Symptomatik). Hier handelt es sich immer um eine individuelle Entscheidung, d. h. es gibt keine pauschale Handhabung.
  • Entwickeln Kontaktpersonen innerhalb der Quarantäne COVID-19-Symptome, müssen sie sich bei ihrem Hausarzt vorstellen und werden dort getestet. Hier greift der Behandlungsauftrag der niedergelassenen Ärzteschaft und die Kostentragung durch die privaten und gesetzlichen Krankenkassen.
  • Das Vorliegen des Testergebnisses ist u. a. abhängig von den Laboren, die den Test durchführen.
  • Werden Kontaktpersonen in der Abstrichstelle/Fiebersprechstunde des Fachdienst Gesundheit getestet, erhalten sie spätestens nach 48 Stunden das Testergebnis, welches ihnen telefonisch durch die Mitarbeitenden des Fachdienstes mitgeteilt wird.
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