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Allgemeine aktuelle Einordnung

Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau Ende August und Anfang September ist aktuell in einigen Bundesländern ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung zu beobachten. Der Anteil der COVID-19 Fälle in der älteren Bevölkerung nimmt aktuell leicht zu, der Anteil der Fälle unter Reiserückkehrern nimmt seit Kalenderwoche 34 ab. Der R-Wert liegt seit Anfang September überwiegend leicht über 1. Bundesweit gibt es in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen, u.a. größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, in Betrieben und im Umfeld von religiösen Veranstaltungen, oder auch, insbesondere bei Fällen unter jüngeren Personen, ausgehend von Reiserückkehrern.

Die aktuelle Entwicklung muss weiter sorgfältig beobachtet werden. Der Anteil der Verstorbenen unter den seit der 30. Kalenderwoche gemeldeten COVID-19-Fällen liegt kontinuierlich unter 1% und hat damit im Vergleich zum Infektionsgeschehen im Frühjahr, insbesondere im April, deutlich abgenommen (vgl. Lagebericht vom 29.09.2020). Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass sich das Virus verändert hat und weniger gefährlich geworden ist.

Stattdessen gibt es für den niedrigeren Anteil an Verstorbenen verschiedene Gründe: Zum einen erkranken aktuell jüngere Menschen, die meist weniger schwer erkranken. Außerdem wird breiter getestet. Letzteres bedeutet, dass auch vermehrt mildere Fälle erkannt werden. Darüber hinaus wird bei ansteigenden Fallzahlen der Anteil schwerer Krankheitsverläufe erst nach einiger Zeit sichtbar, da die Krankengeschichte mit möglichem Tod meist sehr lang ist. Wenn sich wieder vermehrt ältere Menschen anstecken, werden wieder mehr schwere Fälle und Todesfälle auftreten. Wir können weiterhin schwere Erkrankungen und Todesfälle nur vermeiden, indem wir die Ausbreitung von SARS-CoV-2 verringern. Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, z.B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent – auch im Freien – einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt. Menschenansammlungen – besonders in Innenräumen – sollten möglichst gemieden und Feiern auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt bleiben

Aktuelle Lage/Situationsberichte können hier eingesehen werden. Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu COVID-19 finden Sie unter: www.rki.de/covid-19-faq.

Bundesweite Antikörper-Studie „Leben in Deutschland – Corona-Monitoring“ startet

Wie viele Menschen haben bereits eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht? Wie hoch ist die Dunkelziffer, also die Zahl der unentdeckt gebliebenen Infektionen? Welche Menschen sind häufiger von einer Infektion betroffen? Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Robert Koch-Institut (RKI) untersuchen diese Fragen im Rahmen der bundesweiten Studie „Leben in Deutschland – Corona-Monitoring“. Die Studie, für die 34.000 Erwachsene zur Teilnahme aufgefordert wurden, startet Anfang Oktober und wird bis voraussichtlich Ende Dezember 2020 Proben und Forschungsdaten erheben. Damit werden erstmals aussagekräftige Ergebnisse zum Antikörperstatus für ganz Deutschland vorliegen.

Publikation zur Überwachung von COVID-19-Schulausbrüchen in Deutschland, März bis August 2020

Im Eurosurveillance Journal ist die Publikation des RKI “Surveillance of COVID-19 school outbreaks, Germany, March to August 2020” erschienen.
Ziel der Arbeit war es, die COVID-19-Schulausbrüche in Deutschland während verschiedener Phasen der Pandemie zu beschreiben, um Erkenntnisse über die möglichen Auswirkungen von Schulschließungen zu gewinnen. Daten über Pflichtmeldungen von laborbestätigten COVID-19-Infektionen aus dem nationalen Überwachungssystem vom 28. Januar 2020 bis zum 31. August 2020 wurden analysiert.

Gesundheitsverhalten und COVID-19: Erste Erkenntnisse zur Pandemie – Journal of Health Monitoring

Die Journal of Health Monitoring Special Issue S8/2020 untersucht, welche Rolle das Gesundheitsverhalten für das COVID-19-Krankheitsgeschehen spielen kann, und wie sich das Gesundheitsverhalten während der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie möglicherweise geändert hat. Der Überblick über den aktuellen Forschungsstand wird im Beitrag mittels eines narrativen Reviews gegeben. Inhaltlich konzentriert sich der Artikel dabei auf die Themen Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährung, Bewegung und Adipositas.

Aktualisierung des Steckbriefs

Gegenüber der Version vom 18. September 2020 wurde das Kapitel zur Ansteckungsfähigkeit überarbeitet, die Abschnitte zur Untererfassung und dem Fall-Verstorbenen-Anteil erneuert, Änderungen in den Kapiteln „Demografische Faktoren, Symptome …“ vorgenommen, Informationen aus dem Kapitel „Kinder und Jugendliche“ zu ungeborenen Kindern und Schwangeren neu sortiert, sowie an einigen Stellen gekürzt und neue Referenzen eingefügt.

Hinweise zum beispielhaften An- und Ablegen von PSA für Fachpersonal – Jetzt auch auf Englisch und Französisch

Videos sowie Info-Material zum Download zum sicheren An- und Ablegen von PSA für Fachpersonal ist zusätzlich zur deutschen Version, jetzt auch auf Englisch und Französisch erhältlich.

Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Risikogebiete werden regelmäßig situationsabhängig angepasst. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Risikogebiete auf unserer Internetseite.

BZgA-Aufruf in Zeiten der Corona Pandemie zur Grippeschutzimpfung auf

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft aktuell wieder mit der Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor” zur Grippeschutzimpfung auf.
Die jährliche Impfung gegen saisonale Influenza wird von der STIKO allen Personen mit chronischen Grundleiden, Schwangeren, Personen > 60 Jahren und medizinischem Personal empfohlen.

Bericht zu lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen in Deutschland im Jahr 2019 erschienen

Neben der Erkrankung von einzelnen Personen können mit Krankheitserregern verunreinigte Lebensmittel auch Gruppenerkrankungen verursachen. Von einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch spricht man immer dann, wenn zwei oder mehr Menschen an demselben Lebensmittel erkrankt sind.
Im Jahr 2019 wurden insgesamt 402 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche an das RKI bzw. an das BVL gemeldet. Mindestens 1.970 Erkrankungen, 385 Hospitalisierungen und fünf Todesfälle standen mit den Ausbrüchen in Zusammenhang. Wie in den Jahren zuvor waren die häufigsten Verursacher von Krankheitsausbrüchen Bakterien der Gattungen Campylobacter spp. und Salmonella spp.

Wirksamkeit der saisonalen Influenzaimpfung bei ambulant behandelten Patienten in der Saison 2019/20 in Deutschland

Die jährliche Impfung gegen saisonale Influenza wird von der STIKO allen Personen mit chronischen Grundleiden, Schwangeren, Personen > 60 Jahren und medizinischem Personal empfohlen. Im Rahmen der virologischen Surveillance der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) kann bereits während der Influenzasaison eine Schätzung der Impfeffektivität durchgeführt werden. Wie das Epidemiologische Bulletin 45/2020 berichtet, wurde im Vergleich mit den Ergebnissen der Vorsaisons eine vergleichsweise höhere Impfwirksamkeit geschätzt. Die Impfung war gegen jeden der 3 in der Saison 2019/20 zirkulierenden Influenzatypen bzw. Subtypen wirksam. Auch wenn durch die Impfung nicht alle Geimpften vor einer Erkrankung mit Influenza geschützt sind, kann durch die Impfung eine große Zahl an Erkrankungen verhindert werden.

Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App! Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung!

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/WarnApp/Warn_App.html.


Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie unter www.rki.de/covid-19.

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