Dessau/Berlin. Am Sonntag, den 4. Oktober 2020 teilte die Zugbegleiterin eines Regionalexpresses, der auf der Strecke von Berlin nach Dessau eingesetzt war, der Bundespolizei gegen 19:30 Uhr mit, dass es Probleme mit einer größeren Reisegruppe gab. Zeugen im Zug hatten sie verständigt und angegeben, dass aus der besagten Gruppe heraus lautstark volksverhetzende Lieder gesungen und dementsprechende Äußerungen getätigt wurden.

Nach Ankunft des Zuges am Hauptbahnhof Dessau, Bahnsteig 6 um 19:38 Uhr, bestätigten die Zeugen ihre Angaben gegenüber den bereitstehenden Bundespolizisten. Daraufhin wurden insgesamt 12 Personen der Gruppe zugeordnet und sämtliche Personalien aufgenommen.

Aufgrund diverser mitgeführter Fanutensilien konnten die 16, 25, 33, 34, 42, 43, 44, 47, 51 und 58-jährigen Männer und die 21-jährige Frau als Fußballanhänger identifiziert werden. Sie waren auf der Rückreise eines Spiels ihres Vereins.

Die Bundespolizisten konfrontierten alle mit dem Tatvorwurf der Volksverhetzung, wovon sich vier Personen distanzierten. Wer nun tatsächlich gesungen beziehungsweise volksverhetzend geäußert hat, bleibt Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzten die Personen ihre Reise um 20:09 Uhr in Richtung Leipzig fort.

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