Regenbogenbank im Stadthallenpark (Foto: Franziska Fiedler)

Kunstvolle Bänke werden derzeit an verschiedenen Stellen in Chemnitz aufgestellt

Chemnitz. Stadtmöbel, wie Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum, müssen nicht immer langweilig sein. Was passiert, wenn Funktionalität auf Kunst trifft? Genau dies war die Idee des Projektes „Stadtmöblierung meets Streetart“. Es soll im Sinne der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas gezeigt werden, dass Kultur nicht nur mit Theater, Museen und Hochkultur verbunden wird, sondern sich auch direkt in den Lebensraum der Menschen einfügen kann – Kunst, verbunden mit dem Alltäglichen, Kunst für Groß und Klein. Ein überraschender Farbtupfer im Stadtbild, der zum Entdecken, Verweilen, Fotografieren und Posten verlocken soll.

Übergeordnetes Ziel war, ein geschlossenes Konzept zu entwickeln, markante Objekte der Stadtmöblierung durch internationale Künstler der Urban Art-Szene fertigen zu lassen und einen Katalog verschiedener funktionaler Objekte mit dem Aspekt der regionalen Fertigung und Aufstellung zu erstellen.

Im Auftrag der GGG fanden sich im Sommer verschiedene Streetart-Künstler in Chemnitz zusammen, tauchten in die Stadt ein und besuchten verschiedene Orte, die von Bürger*innen als zu gestaltende öffentliche Plätze im Zusammenhang mit der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 vorgeschlagen wurden. Unter ihnen waren Freundewerk aus Mülsen, Tomislav Topic aus Berlin, Frank Baltasar Heim aus Chemnitz, Sat One aus München, Zone 56 aus Glauchau, Guido Günther von Rebel Art aus Chemnitz und Zedz aus Amsterdam. Aus einem gemeinsamen Arbeitsprozes entstanden verschiedene Entwürfe kunstvoller Stadtmöbel, von denen nun einige zu sehen sind.

Die Regenbogenbänke von Tomislav Topic aus Berlin findet man bereits im Stadthallenpark sowie im Uferpark (am Schloßteich). Passant*innen können hier selbst entscheiden, wie sie das Kunstobjekt nutzen möchten, ob als Sitzgelegenheit, Lehne, Schattenplatz oder einfach nur als markanten Treffpunkt.

Das Freundewerk aus Mülsen arbeitet derzeit an einer Sitzmöglichkeit in C-Form, die ebenfalls bald die Stadt schmückt. Geplant ist, weitere dieser Stadtmöbel in Chemnitz aufzubauen.

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