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Land vergibt 5,3 Millionen Euro für 15 Forschungsprojekte an Thüringer Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Minister Tiefensee: Gezielte Projektförderung für Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung

Erfurt. Im Rahmen des Programms „Förderung der Forschung“ vergibt das Thüringer Wissenschaftsministerium 5,3 Millionen Euro Forschungsgelder an Thüringer Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Entscheidung über die geförderten Projekte hat die „Thüringer Programmkommission“ – ein vom Wissenschaftsministerium einberufenes Gremium bundesweit tätiger Fachwissenschaftler – in der vergangenen Woche getroffen. Die Forschungsvorhaben betreffen u.a. Themen aus den Bereichen Quantenkommunikation, Biotechnologie, Werkzeugbau und Materialforschung, aber z.B. auch die Digitalisierung in den Geisteswissenschaften.

„Thüringen investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung – nicht allein durch den Auf- und Ausbau moderner Infrastrukturen, sondern auch durch eine gezielte Projektförderung für konkrete Forschungsvorhaben“, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt. Ziel sei es, Thüringen als Land der Spitzenforschung überregional sichtbar zu machen. Diese Strategie baut auf einer gesicherten Grundfinanzierung für Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf. Erst in diesem Monat war die neue „Rahmenvereinbarung V“ unterzeichnet worden, die die Finanzierung und Entwicklungsziele für die zehn staatlichen Thüringer Hochschulen bis 2025 festschreibt. Insgesamt stellt das Land in diesem Zeitraum knapp 2,7 Milliarden Euro für seine Universitäten, Fachhochschulen und die Duale Hochschule bereit.

Zu den Empfängern der Mittel aus dem Landesprogramm „Förderung der Forschung“ gehören neben Universitäten und Hochschulen diesmal u.a. das Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT), die Thüringer Landessternwarte, das DLR-Institut für Datenwissenschaft und das Universitätsklinikum Jena. Die Themen der geförderten Vorhaben reichen z.B. von neuen Untersuchungsverfahren für mikrobielle Interaktionen über die Reduktion des Energieverbrauchs von Datenspeichern, die Herstellung synthetischer Kraftstoffe, neue Ansätze in der Tomographie, Endoskopie und Fluoreszenzmikroskopie bis hin zum Bau eines hochauflösenden Spektrografen für die astronomische Forschung, die Entwicklung einer Testplattform für die mobile Satellitenkommunikation oder neue Spritzgießwerkzeuge für energieeffiziente und ressourcenschonende Produktionsprozesse. Auch ein Vorhaben zu „Digital Humanities“ (Digitale Geisteswissenschaften) der Bauhaus-Universität Weimar befindet sich unter den zur Förderung empfohlenen Projekten.

„Insgesamt wird damit die Forschung in verschiedenen für die Gesellschaft relevanten Bereichen vorangetrieben. Dies ist wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft weiter zu stärken“, sagte Tiefensee. Die konkrete Mittelzusage durch die Thüringer Aufbaubank (TAB) werde zeitnah erfolgen, so dass mit der Umsetzung der Vorhaben noch in diesem Jahr bzw. Anfang des kommenden Jahres begonnen werden kann. Die Mittel für die diesjährige Förderrunde stammen aus der Forschungs- und der Technologieförderung des Landes. Für die Förderung von Forschung und Technologie hat der Freistaat Thüringen über die Hochschulfinanzierung hinaus im vergangenen Jahr rund 180 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Knapp 100 Millionen Euro davon investierte das Land in den Ausbau und die Weiterentwicklung der vom Land – teilweise gemeinsam mit dem Bund – dauerhaft geförderten Forschungsinstitute. Der Rest floss in Forschungs- und Technologieprojekte und die Förderung von Forschungs- und wissenschaftlichem Personal.

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