Schwerin. Lärm, starker Cannabisgeruch, Möbelteile, die aus dem Fenster fliegen, waren Grund für Anwohner in der Komarowstraße die Polizei zu rufen.

Die Beamten trafen kurz vor 22:00 Uhr an der Wohnadresse ein. Geöffnet wurde durch einen 28-jährigen Mann, der ein guter Freund der Mutter ist.

Den Polizeibeamten bot sich ein schlechtes Bild, die Wohnung befand sich in einem verwahrlosten und verdreckten Zustand. Die zuständige Mieterin war nicht anwesend. Ihr achtjähriger Sohn schlief in seinem ebenfalls verwahrlosten Kinderzimmer. In einem anderen Raum der Wohnung fanden die Beamten Drogen und dazugehörige Utensilien.

Aufgrund der unhaltbaren Wohnsituation wurde durch die Polizei der Kinder- und Jugendnotdienst informiert.

Zwischenzeitlich erschienen ein weiterer Freund (35 Jahre) und wenig später die 23-jährige Kindesmutter. Augenscheinlich standen alle drei Erwachsene unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten weitere Drogen.

In Absprache mit dem Kinder- und Jugendnotdienst wurde der Achtjährige in Obhut genommen.

Gegen die Mutter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen die Fürsorge und Erziehungspflicht aufgenommen. Außerdem sind gegen alle Beteiligten Anzeigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gefertigt worden.

Alle beteiligten Personen haben die deutsche Nationalität.

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