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Jena. Die Städtischen Museen Jena wollen sich – gerade in diesen schwierigen Zeiten – zukunftsfest machen und nehmen dafür eine Strukturanpassung vor. Der bisherige Direktor, Dr. Ulf Häder, seines Zeichens nicht nur Historiker, sondern auch Germanist und  Kunsthistoriker, übernimmt auf eigenen Wunsch die Leitung des Romantikerhauses. Das Jenaer Literaturmuseum hat ein nationales Alleinstellungsmerkmal und braucht deshalb eine eigenständige Hausleitung. Seit dem Ausscheiden des langjährigen Leiters, Klaus Schwarz, war die Stelle übergangsweise mit dem Schwerpunkt Museumspädagogik in Teilzeit besetzt. Das Modell kann aus juristischen und inhaltlichen Gründen nicht weitergeführt werden. Allein die wichtige Neukonzipierung der Dauerausstellung erfordert verstärktes Augenmerk, so dass sich Ulf Häder zunächst bis Ende 2022 auf die Belange des Romantikerhauses konzentrieren wird.

Der Kurator der Kunstsammlung, Erik Stephan, übernimmt übergangsweise zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion die Direktion der Museen. In dieser Bündelung soll Erik Stephan auch das Thema eines eigenständigen Jenaer Kunsthauses weiterverfolgen. Hierdurch kann der Stadt und der hiesigen Kulturlandschaft ein wichtiger Strukturimpuls gegeben werden. Daneben muss auch die Weiterentwicklung des Stadtmuseum beachtet werden.

Hier ist schon seit längerem die Notwendigkeit der Neugestaltung und der thematischen  Erweiterung erkannt. Mit einem Auszug der Kunstsammlung könnten auch hier gute Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung geschaffen werden.

Um die fachliche Leitung beider Häuser zu entlasten, wird zugleich die derzeitige Verwaltungsleiterin, Christiane Hühn, zur stellvertretenden Leiterin der Städtischen Museen Jena aufgewertet.

Die Werkleitung von JenaKultur reagiert mit der Umsetzung dieser internen Lösung auch auf die coronabedingten Einschränkungen: „Wegen der angespannten Haushaltslage gilt ein Einstellungsstopp, so dass beispielsweise eine Ausschreibung und Neubesetzung der Leiterstelle im Romantikerhaus nicht möglich sind“, erläutert Jonas Zipf, Werkleiter von JenaKultur. „Mit der zunächst befristeten Umbesetzung soll trotz erschwerter Bedingungen die Weiterentwicklung der Städtischen Museen abgesichert werden.“

Die neuen Aufgabenzuweisungen treten ab 1. Oktober 2020 in Kraft.

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