Bundesweiter Warntag offenbart auch in Bremen Schwachstellen

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Innensenator Ulrich Mäurer: „Übung hat viele wichtige Erkenntnisse geliefert.“

Bremen. Die Probewarnung über das Modulare Warnsystem MoWaS konnte leider nur verspätet zugestellt werden. Die Ursache des Problems begründete das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) damit, dass eine nicht vorgesehene Vielzahl von Warnmeldungen über MoWaS zeitgleich ausgelöst wurden und die bundesweite Auslösung über die Warnzentrale unterbrach.

Diese Übung lieferte folglich wichtige Erkenntnisse für den Ausbau von MoWaS und die notwendige engere Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen in Bund und Ländern. Die heutigen Erfahrungen werden bei der weiteren Entwicklung berücksichtigt.

Innensenator Ulrich Mäurer am 10. September: „Der heutige Warntag zeigt, wie wichtig es ist, die Abläufe zu üben, um mögliche Schwachstellen im System aufzudecken und diese dann im Anschluss beheben zu können. Nur so ist ein reibungsloser Ablauf im Ernstfall gewährleistet. Dafür war die heutige Übung genau richtig.“

Im Ernstfall ist aber auch schon heute eine bundesweite Warnung möglich. In einem solchen Fall würde der Bund alle 16 Länder einzeln informieren. Dann würden die Länder einzeln die Warnung des Bundes über die bekannten Informationskanäle weitersteuern. Heute ging es darum zu testen, inwieweit der Bund unverzüglich und nahtlos eine Warnung direkt herausgeben kann.

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Regional funktionieren Warnung und Information der Bevölkerung ohnehin zuverlässig. Erst am 28. August des Jahres verlief die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Bremen-Walle reibungslos, ebenso die Bekämpfung des Großbrands beim Bremerhavener Ruderverein am 17. August 2020. In beiden Fällen warnte die Warn-App NINA.

Mäurer: „Aufgrund dieser bisherigen guten Erfahrungen im Land Bremen empfehlen wir auch weiterhin uneingeschränkt, NINA auf das Handy zu installieren.“

Mehr zur Warn-App NINA unter: www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA_node.html


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