Tag des offenen Denkmals auch in Chemnitz digital

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Chemnitz. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals findet am Sonntag, dem 13. September, unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ statt. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu aufgefordert, den bundesweiten Aktionstag in diesem Jahr virtuell durchzuführen. Die Denkmalschutzbehörde der Stadt Chemnitz als Veranstalter des Denkmaltages ist dieser Auflage gefolgt und daher neue Wege gegangen. Mit Unterstützung von Vereinen, Privatpersonen und Unternehmen sowie Auszubildenden der Stad wurde eine Auswahl an Objekten in Bild (und Ton) festgehalten und ist ab Sonntag, dem 13. September auf www.chemnitz.de/denkmaltag, in den sozialen Medien und auf www.tag-des-offenen-denkmals.de zu sehen.

Schulen, wie die Annenschule, Grundschule Rabenstein oder die Diesterwegschule werden gezeigt. Die Auszubildenden haben Wissenswertes zum Otto-Werner-Garten im Stadtpark sowie dem Wasserschloß Klaffenbach zusammengetragen. Der Verein Küchwaldbühne e.V. zeigt Geschichte und Gegenwart der beliebten Freilichtbühne. Doch nicht zuletzt sind es auch die privaten Investoren, die das Gesicht von Chemnitz mitprägen. Gebäude, die kurz vor dem Abriss standen, wurden bzw. werden mit ihrer Initiative saniert und in Nutzung gebracht. Beispielgebend dafür sind Fotos von den ehemaligen Kappler Schulen (Chopinstraße 23 und 25), die zu Wohnraum umgenutzt werden und das Wohnhaus Henriettenstraße 45, zu sehen.

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Denkmale sind langlebig und reparaturfähig und somit nachhaltig und ökologisch. Weiterhin erzählt ein Denkmal Geschichten und bewahrt Historie. Aber nicht nur Bauwerke, auch Grünanlagen erzählen Geschichten und haben eine große ökologische Bedeutung für die Stadt. Unsere Vorfahren haben dies bereits erkannt und Chemnitz mit großen Frischluftzonen ausgestattet.

Die Herausforderungen der heutigen Zeit bestehen darin, Denkmale in Materialität und Ansicht möglichst original zu erhalten, dabei aber auch neue, zeitgemäße Nutzungen zuzulassen. Nur so besteht die Chance, langen Leerstand und den damit einhergehenden Substanzverlust der Objekte aufzuhalten.


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