Ilja Richter liest Arthur Koestlers “Sonnenfinsternis“ im Schloss Ettersburg

Ilja Richter. Bild: Hannes Caspar.
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Weimar. Sonnenfinsternis von Arthur Koestler war 1940 der erste Roman, der von der politischen Verfolgung unter Stalin erzählte. Doch das deutsche Originalmanuskript galt als verschollen, es kursierten nur Rückübersetzungen aus dem Englischen. Erst 2015 tauchte das Original wieder auf und steht nun in den Buchhandlungen. Der Roman erzählt die Geschichte der Hauptfigur N. S. Rubaschow: Wegen vermeintlicher konterrevolutionärer Verbrechen wird er zum Opfer der stalinistischen Geheimpolizei. Theaterschauspieler und Autor Ilja Richter, der selbst auf eine durch Totalitarismus zerstörte Familiengeschichte blickt, liest aus dem aufrührenden Schlüsselroman der Stalinära.

Arthur Koestler (1905-1983) zählte zu den namhaftesten und politisch einflussreichsten europäischen Journalisten seiner Zeit. »Sonnenfinsternis« ist eine Abrechnung mit dem totalitären Kommunismus und nach wie vor eines der grundlegenden Werke der politischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Ilja Richter begann seine Bühnenlaufbahn mit neun Jahren im Berliner Renaissance-Theater in dem Stück »Belvedere« an der Seite von Victor de Kowa. Einem breiten Publikum wurde er in den siebziger Jahren vor allem durch seine DISCO-Shows bekannt. Er wirkte zudem in zahlreichen Theaterinszenierungen, Spiel- und Fernsehfilmen mit.

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Lesung im Gewehrsaal Schloss Ettersburg
(eine im Mai ausgefallene Veranstaltung des Pfingst.Festivals Schloss Ettersburg 2020)

Sonntag, 13. September, 19:30 Uhr
Tickets über Schloss Ettersburg: 03643 74 284 20

https://schlossettersburg.de/kultur/kalender/e/ilja_richter-138.html


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