Grundstein für den Neubau „Campus am Inselplatz“ in Jena gelegt

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190 Millionen Euro werden in Thüringens größtes Hochschulbauvorhaben investiert

Jena. Mit einem feierlichen Festakt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde heute (7. September) der Grundstein für den Neubau des Campus am Inselplatz gelegt. Nachdem bereits im März die Tiefbauarbeiten für das größte Hochschulbauvorhaben im Freistaat Thüringen begannen, entstehen nun auf dem Inselplatz zahlreiche universitäre Neubauten. Künftig werden das Institut für Psychologie, die Fakultät für Mathematik und Informatik, der Standort „Naturwissenschaften und Vorklinikum“ der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, eine Cafeteria und das neue Universitätsrechenzentrum dort angesiedelt sein. Die Stadt Jena errichtet zudem ein Parkhaus.

Die fünf neuen Gebäude, die die Friedrich-Schiller-Universität weiter zentral an einem Ort etabliert, entstehen nach einem Entwurf des Büros CODE UNIQUE Architekten GmbH mit QUERFELDEINS-Landschaftsplanung aus Dresden. Für den Entwurf des Neubau Campus am Inselplatz lobten der Freistaat Thüringen und die Stadt Jena 2016 einen offenen Wettbewerb aus. Insgesamt 190 Millionen Euro werden in den Neubau des Campus investiert. Neben der Kofinanzierung durch 84 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) setzt sich die nationale Kofinanzierung aus Landesmitteln, Bundesmitteln (Entflechtungsmittel und Hochschulpakt 2020) sowie Verkaufserlösen freiwerdender Landesliegenschaften zusammen. Bis 2024/25 soll das Großprojekt Neubau Campus am Inselplatz fertig gestellt sein.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow: „Der Campus-Neubau ist von herausragender Bedeutung für die Friedrich-Schiller-Universität Jena, für die Stadt und für ganz Thüringen. Er wird Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinweg entfalten, Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft fördern und für noch mehr Dynamik bei technischen Entwicklungen und Innovationen sorgen. Damit steigern wir die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der ehrwürdigen Alma Mater und des Studien- und Wissenschaftsstandorts Thüringen insgesamt. Wir schaffen die Voraussetzung, die führende Position der FSU im Wettbewerb mit prosperierenden mitteldeutschen Hochschulen zu behaupten und auszubauen. Das aktuell größte und wichtigste Bauprojekt unterstreicht zudem die Bedeutung, die die Landesregierung der Ausbildung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses zumisst.“

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Thüringens Staatssekretärin für Infrastruktur Susanna Karawanskij: „Durch den Neubau des Campus Inselplatz wird Jena als Bildungs- und Wissenschaftsstandort, Wohnort und Lebensumfeld qualitativ enorm aufgewertet. Mit der Grundsteinlegung lässt sich auf eine herausfordernde planerische Vorgeschichte zurückblicken, vor deren Hintergrund es bemerkenswert ist, dass sich das Projekt seit Planungsbeginn im November 2016 im festgelegten Terminrahmen befindet.“

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee: „Das Bauvorhaben ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Friedrich-Schiller-Universität Jena ihre Position als eine der führenden Universitäten bundesweit behaupten und weiter ausbauen kann. Der Inselplatz wird ab 2025 – nach Abschluss aller Bauarbeiten – exzellente Bedingungen für Forschung und Lehre bieten. Das ist ein weiteres wichtiges Argument im Wettbewerb um die besten Köpfe. Zudem werden verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen an einem Campus konzentriert. So entstehen beste Voraussetzungen für den interdisziplinären Austausch.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Jena Herr Dr. Thomas Nitzsche: „Der moderne Campus Inselplatz gegenüber des historischen Universitätshauptgebäudes wird die Jenaer Innenstadt erweitern und beleben. Das Bauprojekt hat damit eine wichtige Rolle auch für die Stadtentwicklung Jenas. Vielen Dank an alle Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit, durch die die Realisierung dieses Vorhabens möglich wird.“

Universitätspräsident Prof. Dr. Walter Rosenthal: „Die Universität Jena ist dabei in die TOP 20 Riege der deutschen Universitäten aufzuschließen. Unsere Exzellenz in Forschung und Lehre spiegelt sich bald auch in einem zeitgemäßen Bildungscampus wider. Die Investitionen, die hier in die Uni getätigt werden, fließen in das Land zurück: durch die Gewinnung talentierter Studenten, herausragender Forscher und durch die längst überfällige Schließung einer Baulücke inmitten der Wissenschaftsstadt Jena. An deren Stelle tritt bald ein lebendiger öffentlicher Campus, der Stadt und Uni noch enger zusammenbringt.“


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