Am Dresdner Rathaus weht erstmals die Regenbogenflagge

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Nachholtermin für Christopher Street Day am 5. September

Dresden. Anlässlich des Christopher Street Days wehen am Sonnabend, 5. September 2020, erstmals Regenbogenflaggen am Dresdner Rathaus und am Kulturpalast. „Ich finde es ein gutes Zeichen, dass der Stadtrat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen hat, dass mit diesem symbolischen Akt ein Zeichen für Toleranz und Offenheit gegenüber jeder Lebensweise, Geschlecht und Sexualität gesetzt wird“, erklärt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Viele, die die Diskussion um die Regenbogenfahne in den vergangenen Jahren verfolgt haben, werden sich vielleicht fragen: Warum habe ich als Oberbürgermeister diese Entscheidung nicht selbst getroffen? Ich bin der Überzeugung, dass es nicht der Willkür eines einzelnen Mannes oder Frau obliegen sollte, welche Fahne vor den Rathäusern weht. Zu leicht kann dies in den falschen Händen eine Entwicklung nehmen, die niemand von uns will. Auch sollte das Beflaggen öffentlicher Gebäude nie kommerziellen oder kurzfristigen politischen Zielen dienen. Mit der Entscheidung des Stadtrates haben die gewählten Vertreter der Bürgerschaft ein klares demokratisches Bekenntnis abgeben.“

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In seiner Sitzung am 16. Juli 2020 hatte der Stadtrat beschlossen, dass an den Dresdner Rathäusern und am Kulturpalast jährlich zum Christopher Street Day und zum Internationalen Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie Regenbogenflaggen zu hissen sind. Die Regenbogenflagge gilt als Symbol der Solidarität mit Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen.

Der Christopher Street Day in Dresden wurde pandemiebedingt von Juni auf den 5. September 2020 verschoben. Um die geltenden Abstandsregeln einhalten zu können, gibt es keinen großen Umzug, sondern eine Sterndemonstration zum Alaunpark. Start ist unter anderem 12.30 Uhr an der Goldenen Pforte des Rathauses.



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