600.000 Euro für „Lichtwerkstatt“ in Jena

Studenten bei einem Workshop in der "Lichtwerkstatt" im "Abbe Center of Photonics" (ACP) der Universität Jena. Foto: Jan-Peter Kasper/Uni Jena
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Jena ist als Licht-Region bekannt, was nicht zuletzt an der guten Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft liegt. Diese Vernetzung kann nun weiter ausgebaut werden: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Programms „Photonik Forschung Deutschland – Licht mit Zukunft“ mit 600.000 Euro für drei weitere Jahre die Initiative „Lichtwerkstatt“ an der Universität Jena. Im Projekt „Lichtwerkstatt Pro – Open Photonik-Innovationsprozesse in der Licht-Region Jena“ arbeitet die Friedrich-Schiller-Universität Jena mit der Lastronics GmbH in Jena und der Hochschule Mainz zusammen.

Die 2017 gegründete Lichtwerkstatt ist eine offene Experimentierwerkstatt, ein sogenannter „Makerspace“. Bürgerinnen und Bürger mit Interesse an Optik und Photonik erhalten dort einen freien Zugang zu modernen technischen Geräten und das nötige Know-how für die Realisierung eigener Ideen. Somit kann jeder am Prozess der Forschung und Entwicklung teilhaben und in Kontakt mit Unternehmen kommen. Die Lichtwerkstatt fördert diese Vernetzung von Bürgerinnen und Bürgern mit Unternehmen durch vielfältige Veranstaltungsformate, zum Beispiel Hackathons oder Workshops. Im aktuellen Projekt geht die Lichtwerkstatt einen Schritt weiter und konzentriert sich stärker auf die Kooperation von Machern und Tüftlern mit Industrieunternehmen.

Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

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„Die Besonderheit von Lichtwerkstatt Pro liegt in der Umsetzung des Open-Innovation-Ansatzes“, sagt der Sprecher der Initiative Prof. Dr. Thomas Pertsch von der Universität Jena. „Die Projekte öffnen ganz gezielt ihren individuellen Innovationsprozess für eine aktive Community aus Bastlern, Studierenden und Forschenden mit und ohne Bezug zur Photonik.“ Durch diese neue Form der Zusammenarbeit können kreative Köpfe den Unternehmen dabei helfen, herkömmliche Denkmuster zu durchbrechen und die Innovationsvorhaben durch Inspiration zu bereichern.

„Obwohl viele Unternehmen das Potenzial von Open Innovation für sich erkannt haben, gelingt es gerade den für die Photonikbranche charakteristischen kleinen und mittelständischen Unternehmen selten, eigene Open-Innovation-Ökosysteme aufzubauen. Diese Lücke schließt die Lichtwerkstatt Pro“, berichtet Dr. Ragnar Bödefeld vom Kooperationspartner Lastronics GmbH in Jena. Das Verbundvorhaben setzt den Fokus auf photonische Technologien und unterstützt ausgewählte Innovationsvorhaben, die sich noch in der vorwettbewerblichen Phase befinden. „Konkret werden wir mindestens drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus den Bereichen Optik, Mikroskopie und 3D-Gestensteuerung darin unterstützen, ihr Produkt nach Lichtwerkstatt Pro gewerblich verwerten zu können“, sagt Prof. Dr. Oliver Mauroner, der das Projekt von Seiten der Hochschule Mainz begleitet.


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