Erfurt. Zur Wohnungsmarktlage in Thüringen erklärt Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen: „Bezahlbarer Wohnraum ist in den Städten Erfurt, Jena und zum Teil auch in Weimar für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen knapp. Und die Mieten steigen stark an. Um den Wohnungsmangel in den Städten zu reduzieren, sind mehr öffentliche Investitionen notwendig. Dafür müssen die Kommunen finanziell so ausgestattet werden, dass sie eine aktive Wohnungspolitik betreiben können. Bund und Land müssen hierfür ausreichend Fördermittel zur Verfügung stellen. Öffentliche Wohnungsunternehmen müssen gestärkt werden. Die Bindungsfrist von Sozialwohnungen muss abgeschafft werden.“

Aktuell fallen mehr Sozialwohnungen aus der Bindung als neue geschaffen werden. Der DGB setzt sich daher für den Grundsatz ein: Einmal Sozialwohnung, immer Sozialwohnung. Die Zahl der Sozialwohnungen lag in Thüringen im Jahr 2019 bei nur noch 13.882. Ein Jahr zuvor waren es noch 14.386 gewesen.

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