Bauarbeiten der Bahn zwischen Berlin, Halle (Saale), Leipzig, Frankfurt am Main und München

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• Gebündelte Bauarbeiten vom 26. September bis 12. Dezember
• Haltausfälle, Umleitungen und längere Fahrzeiten
• Alle Informationen auf www.bahn.de oder im DB Navigator

Berlin. Die Deutsche Bahn (DB) bündelt mehrere große Baustellen auf den Fernverkehrsverbindungen Berlin–Halle (Saale)/Leipzig–Erfurt–Frankfurt(Main)/München. Einzelne ICE-Linien werden über baufreie Strecken umgeleitet. Fahrgäste müssen teilweise 40 bis 60 Minuten längere Reisezeiten einplanen.

Alle Informationen auf www.bahn.de oder im DB Navigator

Die DB bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt über ihre tatsächlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten zu informieren. Das gilt insbesondere für die Kunden, die bereits eine Fahrkarte für den betroffenen Zeitraum gekauft haben. Auch im Regionalverkehr gibt es umfangreiche Änderungen. Insbesondere Berufspendler sollten sich rechtzeitig informieren. Die geänderten Fahrzeiten sind in den Auskunftssystemen bereits berücksichtigt.

Informationen zu den Verbindungen auf www.bahn.de, im DB Navigator und www.deutschebahn.com/bauinfos. Für den Nahverkehr in Brandenburg auch auf vbb.de und in der VBB-App „Bus&Bahn“, in Sachsen-Anhalt auf insa.de.

Drei Baustellen gebündelt

Insgesamt gibt es drei Baustellen, die vom 26. September bis 12. Dezember Auswirkungen auf den Fahrplan haben.

Zwischen Berlin und Halle (Saale)/Leipzig findet nach langjähriger intensiver Nutzung die Sanierung der Schnellfahrstrecke im Abschnitt Ludwigsfelde-Niedergörsdorf und zeitweise bis Lutherstadt Wittenberg statt.

Auf der Strecke Leipzig-Halle (Saale) werden im Bahnhof Leipzig-Mockau während einer Komplettsperrung mehrere Weichen ausgetauscht, Lärmschutzwände errichtet und die Oberleitungsanlage erneuert.

Zwischen dem thüringischen Gerstungen und dem hessischen Bebra nimmt die DB die Sanierung des Hönebachtunnels in Angriff. Die Bündelung der Baumaßnahmen minimiert die Beeinträchtigungen für die Kunden auf ein Mindestmaß.

Baustelle Ludwigsfelde-Niedergörsdorf vom 5. Oktober bis 12. Dezember

Die meisten ICE-Züge Berlin–Frankfurt (Main) fahren über die Route Göttingen-Kassel. Auf dieser Verbindung werden dann weitgehend die neuen ICE-4-Züge eingesetzt, die mit 830 Plätzen besonders viel Kapazität haben.

Alle Züge zwischen Berlin und Bitterfeld nach/von Halle (Saale) bzw. Leipzig werden umgeleitet. Zwischen Berlin und Leipzig bleibt der ICE-Stundentakt bestehen. Die Reisezeit verlängert sich um 40 bis 60 Minuten. Die durchgehende zweistündliche ICE-Verbindung Berlin–Leipzig–Frankfurt wird durch ICE-Züge Berlin–Leipzig und Leipzig–Frankfurt ersetzt.

Auf der Strecke Berlin–Erfurt–Nürnberg–München werden die stündlichen ICE-Verbindungen sowie die meisten Sprinterzüge weiterhin angeboten.

Zwischen Leipzig und Frankfurt am Main verkehren die ICE-Züge etwa stündlich. Sie enden/beginnen aber zweistündlich in Frankfurt Flughafen.

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Lutherstadt Wittenberg kann wegen der Umleitungen nicht wie gewohnt mit stündlichen ICE-Zügen nach Berlin und Leipzig bzw. darüber hinaus angebunden werden. Stattdessen halten in Bitterfeld deutlich mehr ICE-Züge vor allem in der Relation Berlin–München, einzelne ICE/IC-Züge halten auch in Dessau Hbf.

Fulda kann in Nord-Süd-Richtung nicht durch die umgeleitete ICE-Linie Berlin–Frankfurt–Stuttgart–München bedient werden, hat daher vorübergehend nur zweistündliche Direktverbindungen aus Berlin. Es bestehen aber schnelle Umsteigeverbindungen über Göttingen.

Ween der Sperrung des Streckenabschnitts Ludwigsfelde–Niedergörsdorf kommt es im Nahverkehr zu Zugausfällen und Busersatzverkehr unter anderem für die Linien RE 3 und RE 4. Vom 5. bis 20. Oktober fahren Busse zwischen Ludwigsfelde und Lutherstadt Wittenberg. Ab 21. Oktober kann der Zugverkehr zwischen Niedergörsdorf und Lutherstadt Wittenberg wieder aufgenommen werden. Bis 12. Dezember pendeln Busse zwischen Ludwigsfelde und Niedergörsdorf.

Baustelle Hönebachtunnel vom 26. September bis 30. Oktober 2020

Der ICE-Verkehr zwischen Leipzig/Erfurt–Frankfurt am Main wird auf einen Zweistundentakt reduziert und umgeleitet. Die Reisezeit wird dadurch um rund 60 Minuten verlängert.

ICE-Züge beginnen und enden in Frankfurt Hbf, statt weiter nach Frankfurt Flughafen, Mainz und Wiesbaden zu fahren.

IC-Züge auf der Strecke Gera–Jena–Weimar–Erfurt–Eisenach–Kassel–Paderborn–Düsseldorf fahren nur östlich von Eisenach sowie westlich von Kassel. Reisende zwischen Erfurt und Kassel/Nordrhein-Westfalen können alternativ Verbindungen mit dem Nahverkehr nutzen.

Zwischen Gerstungen und Bebra sowie Eisenach und Fulda pendeln Busse.

Baustelle Leipzig-Mockau vom 29. Oktober bis 21. November

Es fahren nur zweistündliche ICE-Züge Berlin-Leipzig. Reisende zwischen Berlin und Leipzig haben außerdem schnelle Umsteigeverbindungen über Bitterfeld. Reisende zwischen Leipzig und München fahren über Erfurt oder Halle (Saale).

Zusätzliche Auswirkungen durch die Baustelle Zeithain – Leckwitz vom 5. Oktober bis 12. Dezember

Im gleichen Zeitraum finden zudem Baumaßnahmen auf der Ausbaustrecke Leipzig – Dresden statt. Zwischen Zeithain und Leckwitz baut die DB moderne Signaltechnik ein, um die Strecke für Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h zu ertüchtigen.

Dafür ist eine Sperrung der zweigleisigen Strecke in diesem Zeitraum montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr erforderlich. Die ICE-Verbindung zwischen Frankfurt/Main und Dresden endet dann bereits in Leipzig. Die IC-Verbindung Köln–Dresden wird zwischen Riesa und Dresden über Elsterwerda umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich dadurch zwischen Dresden und Leipzig um rund 30 Minuten.


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