Weihnachtsmärkte in Sachsen unter Corona-Bedingungen

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Staatsministerin Klepsch heute zum Weihnachtsmarktforum: »Wertvoller Erfahrungsaustausch, damit Märkte möglich sind«

Dresden. Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch hat heute (28. August 2020) in Dresden mit Veranstaltern, Branchenvertretern und Experten aus Kommunen und dem Gesundheitsministerium darüber gesprochen, unter welchen Bedingungen in diesem Jahr Weihnachtsmärkte in Sachsen stattfinden können.

»Die Entscheidung zur Absage der Kölner Weihnachtsmärkte hat uns aufhorchen lassen. Wir wollen, dass in Sachsen Weihnachtsmärkte stattfinden können. Deshalb haben wir das örtliche Infektionsgeschehen fest im Blick und setzen auf die Disziplin und das Vertrauen unserer Bevölkerung. Damit Veranstalter und die betroffenen Unternehmer mehr Planungssicherheit erhalten, haben wir uns schon jetzt zu den besonderen Bedingungen und Konzepten ausgetauscht, unter denen Weihnachtsmärkte stattfinden können. Dieser Erfahrungsaustausch war sehr wertvoll, zeigte aber auch, wie unterschiedlich die regionalen Gegebenheiten vor Ort sind. Es gibt kein Allheilrezept zur Durchführung von Weihnachtsmärkten. Veranstalter und Kommunen werden individuelle Regelungen mit dem örtlichen Gesundheitsamt finden. Die Bereitschaft dazu ist da. Voraussetzung ist, dass die Infektionszahlen nicht ansteigen«, sagte Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch.

Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen haben während des Forums ihre Erfahrungswerte zu Märkten und Veranstaltungen aus den vergangenen Monaten eingebracht.

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Unter anderem zeigte Dr. Robert Franke, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Dresden, die Rahmenbedingungen für kommunale Märkte im Hinblick auf den Infektionsschutz auf. Wichtige Aspekte aus der Sicht der kommunalen Gesundheitsämter stellte zudem die Vizepräsidentin der Sächsischen Landesärztekammer und Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises Meißen, Dipl. Med. Petra Albrecht vor.

Der Geschäftsführer des Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH Benedikt M. Hummel zeigte anhand eines praktischen Beispiels auf, wie Märkte umgesetzt werden können. Er war für die Durchführung des Schlesischen Tippelmarktes zu Görlitz verantwortlich, der im Juli dieses Jahres unter Corona-Bedingungen erfolgreich stattgefunden hat.

Die Sächsische Staatsregierung hat die grundsätzliche Zulassung von Weihnachtsmärkten bereits in der ab 1. September geltenden Corona-Schutzverordnung verankert. Die endgültige Entscheidung über die Durchführung obliegt den einzelnen Kommunen.

Weihnachtsmärkte sind eine wichtige Einnahmequelle für viele Unternehmer und gleichzeitig touristischer Anziehungspunkt für Besucher. Laut einer repräsentativen Studie des Institutes für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa haben die Deutschen im Jahr 2012 mehr als 6 Milliarden Euro auf Weihnachtsmärkten ausgegeben.


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