54-Jähriger zündet sich im Hauptbahnhof Magdeburg an

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Magdeburg. Am 23. August 2020, gegen 16:00 Uhr zündete sich ein 54-Jähriger im Hauptbahnhof Magdeburg selbst an. Dazu übergoss er sich zuvor mit Spirituosen. Glücklicher Weise beobachteten Mitarbeiter der Bahnsicherheit diesen Vorgang und schritten ein. Der Mann wurde aus dem Feuer gezogen und die bereits in Brand gesetzte Kleidung gelöscht.

Der offensichtlich Verwirrte beschimpfte bei den Rettungsmaßnahmen die Bahnmitarbeiter, dass er sie umbringen wolle, wenn sie ihn anfassen.

Hinzugeeilte Bundespolizisten nahmen den offenbar unverletzten Mann mit zur Wache der Bundespolizei und informierten die Rettungsleitstelle. Der 54-jährige Mann war ihnen kein Unbekannter. Bereits in der Nacht zuvor hatte er am Bahnhaltepunkt in Haldensleben am Stuhl einer Sitzgruppe Feuer gelegt.

Die informierten Beamten hatten seine Personalien aufgenommen und ein Messer mit einer Klingenlänge von 21 Zentimeter sowie ein Feuerzeug bei ihm sichergestellt. Danach wurde er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

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Nur vier Stunden später legte er am Haltepunkt Haldensleben erneut ein Feuer in der Sitzgruppe. Dann stieg er gegen 5:00 Uhr in einen Zug und fuhr ohne Fahrausweis nach Magdeburg. Hier erkannte ihn ein Bahnmitarbeiter aus den zuvor begangenen Sachbeschädigungen wieder und informierte die Bundespolizei über die Schwarzfahrt.

Gegen 16:00 Uhr fiel der 54-jährige Deutsche dann mit dem eingangs erwähnten Sachverhalt in Magdeburg auf. Der Mann wurde in eine psychiatrische Station gebracht. Er hat sich wegen des Erschleichens von Leistungen, Sachbeschädigung und Bedrohung zu verantworten.


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