Stadt Weimar bittet um sparsamen Umgang mit Wasser

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Weimar. Die Stadt Weimar ruft die Bürgerinnen und Bürger angesichts wiederkehrender Trockenwetterlagen und sinkender Wasserstände dazu auf, das vorhandene Grund- und Oberflächenwasser mit Bedacht zu nutzen und Verschwendungen zu vermeiden.

In den letzten Jahren hat die Grundwasserneubildung auch in unserer Region abgenommen. Die Niederschläge erreichen das Grundwasser kaum, da die Böden ausgetrocknet und wenig aufnahmefähig für kurze und intensive Niederschläge sind.

Schnee, der beim Abtauen einen guten Zugang in den Boden hat, fehlte die letzten Jahre. In der Folge sinkt der Grundwasserspiegel auch in Weimar. Immer mehr Brunnen und Quellen fallen trocken oder spenden merklich weniger Wasser. So schüttet beispielsweise die Herzquelle, die früher sogar zur Wasserversorgung diente, seit letztem Jahr kein Wasser mehr.

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Der Grundwasserpegel an der Messstelle am Theater fällt nach einer kurzen Erholung im Frühjahr stetig. Ähnlich sieht es mit den Oberflächengewässern in Weimar aus: Ilm, Asbach, Kirsch- und Lottenbach haben über das Jahr zeitweilig sehr niedrige Wasserstände. Die Brunnenstube im Rabenwäldchen, die zur Versorgung innerstädtischer Laufbrunnen dient, war fast versiegt, sodass zur Vorsorge der Muschelbrunnen, der Brunnen an der Stadtmauer und der Lesebrunnen abgestellt werden mussten. Die Regenfälle der letzten Tage haben kurzfristig für etwas Entspannung gesorgt.

Das Umweltamt hat in diesem Sommer noch kein Wasserentnahmeverbot erlassen, da die Niederschlags- und Wasserstandssituation in der Tendenz bisher nicht ganz so angespannt ist wie im letzten Jahr. Dennoch wird Wasser auch hierzulande ein immer kostbareres Gut, das nicht unendlich zur Verfügung steht.


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