Neue Thüringer Corona-Verordnung ab 30. August

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Erfurt. Am 30. August tritt die Thüringer Verordnung zur fortlaufenden Anpassung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kraft. Alle wichtigen Regeln zum Infektionsschutz bleiben auch weiterhin gültig.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

  • Besuche in Pflegeeinrichtungen/besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen

Für Besuche in Pflegeeinrichtungen und in besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderungen gilt ab dem 30. August folgendes Stufenkonzept, das sich am aktuellen Infektionsgeschehen orientiert:

Stufe 1: Besuchsbeschränkungen sind grundsätzlich aufgehoben, sofern es aktuell kein aktives SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen vor Ort gibt.
Stufe 2: Gibt es in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt wieder vermehrt Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 (oberhalb des Schwellenwerts von 35 Infektionen je 100 000 Einwohner), gilt folgende Regelung: höchstens zwei zu registrierende Besucher je Patient/in oder Bewohner/in täglich für insgesamt höchstens bis zu zwei Stunden
Stufe 3: Gibt es aktuell ein aktives SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in einer Einrichtung, sind Besuche verboten. Ist es möglich das Infektionsgeschehen in einer betroffenen Einrichtung räumlich und personell von anderen Bereichen zu trennen, gilt das Besuchsverbot nur für den vom Infektionsgeschehen betroffenen Bereich.
Öffnung von Angeboten/Veranstaltungen

  • Öffentlich geförderte Theater und Orchester können ihren Spielbetrieb auch in geschlossenen Räumen wieder aufnehmen. Ebenso sind – nach Vorlage eines entsprechenden Infektionsschutzkonzeptes –
  • Tanzdarbietungen und -vorführungen, Schautänze, jeweils mit sitzenden Zuschauern*,
  • Volkstanz, sofern feste Gruppen mit namentlich bekannten Teilnehmern gewährleistet sind*,
  • kulturelle Tanzveranstaltungen wie Abibälle, Debütanten- oder Abschlussbälle*,
  • sexuelle Dienstleistungen in Prostitutionsstätten an denen nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig beteiligt sind,
    möglich.

* Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel muss ein Infektionsschutzkonzept nur vorgehalten und nicht vorgelegt werden. Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen müssen mindestens zwei Tage vorher bei der zuständigen Behörde angezeigt werden.

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Private Feiern

Nicht öffentliche Veranstaltungen sowie private oder familiäre Feiern müssen ab dem 30. August

  • in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 Personen oder
  • unter freiem Himmel mit mehr als 100 Personen
  • mindestens zwei Werktage vor Veranstaltungsbeginn angezeigt werden.

Weiterhin geschlossene Angebote/Veranstaltungen

Untersagt bleiben weiterhin:

  • Tanzklubs, Diskotheken etc.
  • sexuelle Dienstleistungen in Prostitutionsfahrzeugen/ bei Prostitutionsveranstaltungen sowie Swingerklubs und ähnliche Angebote

Die Verordnung wird am 28. August öffentlich verkündet und tritt am 30. August in Kraft. Nach der Verkündigung werden wir eine aktualisierte Lesefassung der Verordnung auf unserer Internetseite veröffentlichen. Die bis dahin gültige Verordnung ist unter www.tmasgff.de/covid-19/verordnung veröffentlicht.

Nothilfe für gemeinnützige Thüringer Einrichtungen

Das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie hat eine neue Richtlinie zur Gewährung von Nothilfeleistungen im gemeinnützigen Bereich erlassen.

Antragsberechtigt sind Sozialverbände und –träger, Arbeitsmarkt- und Berufsbildungsträger sowie Träger von Geburtshäusern, die aufgrund der Corona-Pandemie in eine existenzgefährdende Wirtschaftslage geraten sind. Durch die Gewährung der Nothilfeleistungen soll die soziale Infrastruktur im Freistaat Thüringen erhalten werden.

Die Richtlinie sowie nähere Informationen und ein entsprechendes Antragsformular finden Sie auf der Internetseite der Thüringer Gesellschaft für Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderung.


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