Erweiterte Öffnungszeiten an den Flughafenteststellen in Berlin

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Berlin. Grundsätzlich sind Reiserückkehrende aus Corona-Risikogebieten zu einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne verpflichtet. Um diese zu verkürzen, gibt es die Möglichkeit, sich auf COVID-19 testen zu lassen. Seit 8. August besteht für Reiserückkehrende aus Risikogebieten eine Testpflicht – Flugreisende können dieser am Flughafen Tegel und am Flughafen Schönefeld nachkommen. Ab morgen sind beide Teststellen von Charité und Vivantes bis 22 Uhr geöffnet.

Das Testangebot richtet sich ausschließlich an Reiserückkehrende, die keine Corona-Symptome zeigen. Mit den verpflichtenden Tests und der Erweiterung der Risikogebiete durch das RKI haben sich die Testzahlen vervielfacht. „Seit Beginn der Pandemie haben wir Maßnahmen und Prozesse regelmäßig neu bewertet und an das dynamische Infektionsgeschehen angepasst. Mit dem Aufbau der Teststellen ist es uns in kürzester Zeit gelungen, gut funktionierende Strukturen zu etablieren, um das Infektionsgeschehen bestmöglich einschätzen zu können“, sagt Prof. Dr. Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité.

Seit dem Start der Flughafentestungen Ende Juli wurden rund 18.000 Personen getestet, davon waren rund 250 positiv. Allein in der Vorwoche wurden circa 8.000 Personen getestet, davon waren 90 positiv. Das erhöhte Testaufkommen erfordert entsprechende Bearbeitungszeiten. Sollte ein Test positiv ausfallen, wird automatisch – wie bei der Testung in anderen Teststellen oder beim Hausarzt auch – das zuständige Gesundheitsamt informiert, das wiederum die betreffende Person benachrichtigt.

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An den von Charité und Vivantes betriebenen Teststellen für Reiserückkehrende aus Risikogebieten werden die Testwilligen digital erfasst und die Testergebnisse elektronisch an die getestete Person übermittelt. Diesen Weg haben die Betreiber bewusst gewählt, um die Fehleranfälligkeit einer manuellen Erfassung zu vermeiden. Prof. Frei ordnet ein: „Aufgrund des gestiegenen Testaufkommens wurde eine Systemoptimierung notwendig. Die Anpassung hatte keinerlei Auswirkung auf die Abläufe in der Teststelle. Vereinzelt wurden negative Ergebnisse leicht verzögert an die Getesteten übermittelt. Dies betraf nicht die Positivbefunde. Hier war zu jeder Zeit sichergestellt, dass positive Befunde direkt an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt wurden.“

Die Flughafentestung ist Teil der breit angelegten Corona-Teststrategie, die die Charité im Auftrag des Berliner Senats entwickelt hat.


Teststellen ab 20. August 2020

  • Flughafen Tegel: Terminal D, 8 Uhr bis 22 Uhr, Anmeldung vor Ort
  • Flughafen Schönefeld: Terminalbereich M, 8 Uhr bis 22 Uhr, Anmeldung vor Ort
  • Für Reiserückkehrende, die später landen, stehen die Teststellen am Folgetag oder alternativ die Berliner Vertragsarztpraxen zur Verfügung.

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